Statistik und Indikatoren
Nationale, europäische und internationale Politikformulierung, die Beantragung von Fördermaßnahmen oder die Evaluation von bestimmten Maßnahmen kommen heute nicht mehr ohne den Bezug zu Statistik aus. Dies gilt auch für Bereiche der Gleichstellung, der Antidiskriminierung und der Diversität: Wenn sich Politiken, Maßnahmen und Programme auf empirische Untersuchungen stützen, bleiben sie nicht nur rhetorisches Ideal, sondern gründen sich auf die empirische Analyse gesellschaftlicher Zusammenhänge und verpflichten sich auf bestimmte Ziele, deren Erreichung messbar ist.
Um jedoch die angestrebten Ziele im Bereich von Gleichstellungs-, Antidiskriminierungs- und Diversitätsmaßnahmen nicht zu verfehlen ist es wichtig, sowohl mit Genderkompetenz als auch mit einem Verständnis von Queerversity an die Betrachtung und Verwendung von Statistik heranzugehen.
Statistik ist also relevant für:
- Politische Programme
- Evaluationen dieser Programme
- konkrete politische und/oder innerinstitutionelle Maßnahmen
- langfristige Planungen solcher Maßnahmen
Indikatoren kommen dabei wichtige Schlüsselpositionen zu: Indikatoren sind die Kriterien, entlang derer ein Themenfeld erfasst wird. Somit trägt die Bildung von Indikatoren entscheidend dazu bei, welche Ziele eine Politik bzw. eine Maßnahme, ein Programm etc. verfolgt. Zum anderen wird erst durch Indikatoren eine Interpretation der Daten, die statistisch erhoben werden, möglich und erlaubt so, dass immer von tatsächlichen Phänomenen ausgegangen und sich auf diese bezogen wird.
Das GenderKompetenzZentrum berät politische und zivilgesellschaftliche Institutionen darin, für sie wichtige Datensätze zu (er)kennen, mit ihnen umzugehen, sinnvolle Indikatoren zu entwickeln und für die Evaluation von Maßnahmen einzusetzen.
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