gender knowledge
Welches Gender-Wissen (ge)braucht die Politik? - Tagungsbericht
Am 29. und 30.5.2009 fand an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Internationales Symposium zur Rolle von Gender-Wissen in der Politik statt. Unter dem Titel „The knowledge behind: The Role of Gender Knowledge in Policy Making“ hatten die Fachgebiete „Gender und Globalisierung“ (Humboldt-Universität zu Berlin) und „Globalisierung & Politik“ (Universität Kassel) in Kooperation mit dem AK Politik und Geschlecht in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) eingeladen. Die Teilnehmenden des Symposiums setzten sich sowohl aus etablierten als auch aus Nachwuchs-Wissenschaftler_innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Ziel des Symposiums war, verschiedene theoretische und methodische Ansätze zum Thema „Geschlechterwissen“ anhand konkreter Fallbeispiele - insbesondere aus den Politikfeldern Wirtschaft, Migration, Soziales und Umwelt - zu diskutieren. Ein Fokus lag dabei auf der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik, wie z.B. der Politikberatung.
Eröffnet wurde das Symposium mit einer „Roundtable-Discussion“ der Expert_innen Dr. Sünne Andresen (Freie Universität Berlin), Dr. Gülay Caglar (Humboldt-Universität), Prof. Dr. Frank Fischer (Rutgers University) und Dr. des. Sandra Smykalla (GenderKompetenzZentrum). Mit den vier Eingangsstatements wurde ein Rahmen für die Frage nach dem Zusammenhang von Theorie und Praxis aufgespannt. Andresen stellte in ihrem Beitrag das Konzept des „Geschlechterwissens“ als Gewinn für Politikfeldanalysen vor, das sie 2005 anhand einer empirischen Studie mit der Verwaltung mitentwickelt hat. Fischer zeigte aus politikwissenschaftlicher Sicht die methodischen Herausforderungen der „Critical Policy Analysis“ auf und stellte die Frage nach der „Übersetzbarkeit („translatability“). Caglar stellte heraus, wie Gender-Themen in Global Governance Ansätze integriert sind und unterschied dabei deskriptives und normatives Wissen.
Smykalla ging in ihrem Statement auf das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlichen Konstruktionen von Gender, dem Wissen, das im Rahmen von Gender-Beratungen und -Trainings in der Praxis vermittelt wird und den Erwartungen politischer Entscheidungsträger_innen ein und betonte, dass sowohl der organisationelle und politische Kontext als auch die Akteurskonstellationen von entscheidender Bedeutung sind.
Die Keynote Lecture hielt Prof. Dr. Marianne Marchand (University of Americas, Puebla, Mexico). In den anschließenden vier parallelen Panels wurde Gender-Wissen in den Biopolitiken, in Migrationstheorien und -politiken, in Umweltpolitik und im Rahmen von Wohlfahrtsstaatpolitiken untersucht.
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.
Weiterführende Literatur & Links:
Eröffnet wurde das Symposium mit einer „Roundtable-Discussion“ der Expert_innen Dr. Sünne Andresen (Freie Universität Berlin), Dr. Gülay Caglar (Humboldt-Universität), Prof. Dr. Frank Fischer (Rutgers University) und Dr. des. Sandra Smykalla (GenderKompetenzZentrum). Mit den vier Eingangsstatements wurde ein Rahmen für die Frage nach dem Zusammenhang von Theorie und Praxis aufgespannt. Andresen stellte in ihrem Beitrag das Konzept des „Geschlechterwissens“ als Gewinn für Politikfeldanalysen vor, das sie 2005 anhand einer empirischen Studie mit der Verwaltung mitentwickelt hat. Fischer zeigte aus politikwissenschaftlicher Sicht die methodischen Herausforderungen der „Critical Policy Analysis“ auf und stellte die Frage nach der „Übersetzbarkeit („translatability“). Caglar stellte heraus, wie Gender-Themen in Global Governance Ansätze integriert sind und unterschied dabei deskriptives und normatives Wissen.
Smykalla ging in ihrem Statement auf das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlichen Konstruktionen von Gender, dem Wissen, das im Rahmen von Gender-Beratungen und -Trainings in der Praxis vermittelt wird und den Erwartungen politischer Entscheidungsträger_innen ein und betonte, dass sowohl der organisationelle und politische Kontext als auch die Akteurskonstellationen von entscheidender Bedeutung sind.
Die Keynote Lecture hielt Prof. Dr. Marianne Marchand (University of Americas, Puebla, Mexico). In den anschließenden vier parallelen Panels wurde Gender-Wissen in den Biopolitiken, in Migrationstheorien und -politiken, in Umweltpolitik und im Rahmen von Wohlfahrtsstaatpolitiken untersucht.
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.
Weiterführende Literatur & Links:
- Andresen, Sünne/ Dölling, Irene/ Kimmerle, Christoph (2003): Verwaltungsmodernisierung als soziale Praxis. Geschlechter-Wissen und Organisationsverständnis von Reformakteuren. Opladen
- Fischer, Frank (2006): Professional Expertise in Deliberative Politics: Knowledge, Policy, and Empowerment. Oxford University Press
- Çağlar, Gülay (2009): Engendering der Makroökonomie und Handelspolitik: Potenziale transnationaler Wissensnetzwerke. Wiesbaden
- Smykalla, Sandra: Die Bildung der Differenz – Wissensformationen gender-orientierter Weiterbildung und Beratung im Kontext von Gender Mainstreaming (unveröffentlichte Dissertation, erscheint 2009)
- GenderKompetenzZentrum: Gender-Kompetenz
- GenderKompetenzZentrum: Fort- und Weiterbildung
Smy
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Administrator
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last modified
2010-01-02 20:06


