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Archiv 2007

Archiv 2007

Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv der Meldungen des GenderKompetenzZentrums aus dem Jahr 2007. Sie können auch direkt zu den Unterpunkten springen:
Die aktuellen Meldungen finden Sie auf der übergeordneten Aktuelles-Seite.

 

Konferenz "Gleichstellung weiter denken – Strategien für ein geschlechtergerechtes Berlin"

Am 29.11.2007 wurde der Entwurf des Berliner gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms 2008 bis 2011 das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen veranstaltete eine Konferenz, um mit Expertinnen und Experten über den Entwurf zu diskutieren, der am selbigen Tag noch verbindliche Vorlage für den Senat der Stadt Berlin wurde.
Weitere Informationen zu dieser Konferenz finden Sie hier.

 

Europarat fordert GM an Schulen

Der Europarat hat sich für eine geschlechterreflektierte Pädagogik an Schulen ausgesprochen und seinen Mitgliedstaaten empfohlen, im Bildungswesen durchgängig der Strategie des Gender Mainstreaming zu folgen.
Schulen vermitteln in ihren Lehrplänen immer noch vorwiegend männlich geprägte Kenntnisse, Werte und Erfahrungen, statt Geschlechterstereotype und Benachteiligungen zu thematisieren, bemängelte der Europarat am 10. Oktober 2007 in Straßburg. Er verlangt deshalb in seiner Empfehlung „Recommendation of the Committee of Ministers to member states on gender mainstreaming in education“, eine Gleichstellungsperspektive in allen Bereichen schulischer Bildung zu verankern: Angefangen bei den Lehrplänen und Unterrichtsmaterialen über die Begleitung der Berufswahl bis hin zur angemessenen Repräsentanz von Frauen und Männern in Gremien des Bildungswesens. Da den Lehrenden hierbei eine Schlüsselrolle zukommt, sollen sie sich in Fortbildungen beziehungsweise in ihrer Ausbildung an der Universität Grundlagen geschlechterreflektierter Pädagogik aneignen. Der Europarat fordert seine 47 Mitgliedstaaten auf, in einem ersten Schritt die Schulgesetzgebung zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.

 

GMEI warnt vor Abschwächung von Gender Mainstreaming in der Bundesregierung

Das Netzwerk GMEI – Gender Mainstreaming Experts International- drückt in einem offenen Brief an Ursula von der Leyen seine Bedenken zur Distanzierung der Bundesregierung von der Strategie des Gender Mainstreamings aus. Wie laut GMEI aus dem 6. Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) hervorginge, schwäche die Bundesregierung den Stellenwert von Gender Mainstreaming ab.

 

Bundesregierung beschließt neuen Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

Am 26.9.2007 verabschiedete das Bundeskabinett den „Zweiten Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“. Bundesministerin Ursula von der Leyen präsentierte einen Aktionsplan, der mit 133 Maßnahmen Frauen in allen Lebensbereichen stärker vor Gewalt schützen soll. Damit setzt der Aktionsplan dort an, wo nach dem ersten Aktionsplan von 1999 noch besonderer Handlungsbedarf besteht: Beim Schutz von Frauen mit Migrationshintergrund, Frauenhandel, und einer möglichst früh ansetzenden Prävention von Gewalt gegen Frauen.

Mehr Informationen: Pressemitteilung des BMFSFJ

 

 

Regierungsentwurf zur Neuregelung der Lohnsteuer bei Eheleuten

Die Bundesregierung schlägt mit dem Regierungsentwurf eines Jahressteuergesetzes 2008 vom 26.07.2007 ein neues Anteilsverfahren für Eheleute vor. Die geplante Neuregelung soll eine Alternative neben der bisher gängigen Lohnsteuerklassenkombination III und V sein... weiter.

 

Projekt zu Behinderung und Geschlecht

Der Bundesverband Körper- und Mehrfachbehinderter (BVKM) hat das auf drei Jahre angelegte bundesweite Projekt "Frauen sind anders - Männer auch!" gestartet. Durch Veranstaltungen sowie den Aufbau lokaler Gruppen sollen geschlechtsspezifische Bedürfnisse behinderter Männer und Frauen sichtbar gemacht und das Bewusstsein von Beschäftigten in der Arbeit mit behinderten Menschen geschärft werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BVKM.

 

Beschlüsse der 17. Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und -minister der Bundesländer

Am 31. Mai und 1. Juni 2007 tagte die Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und -minister (GFMK) der Bundesländer in Potsdam... weiter

 

Kampagne „Standpunkte 2007“ – Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

Das BMFSFJ unterstützt die bundesweite Kampagne "Standpunkte 2007" zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Schirmherrin ist Bundesministerin Ursula von der Leyen. Im Rahmen der Kampagne findet ein Design-Wettbewerb statt. Es können bis zum 28.05. Motive für einen Aufkleber unter dem Motto „Gegen Gewalt an Frauen“ eingesendet werden! Weitere Informationen

 

Europäischer Gleichstellungsgipfel in Deutschland

Am 15. und 16. Mai 2007 trafen sich die europäischen Gleichstellungs- und Familienministerinnen und -minister in Bad Pyrmont zum informellen Austausch. Dabei stand die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Erwerbs- und Familienarbeit im Mittelpunkt ...weiter.

 

Resolution zu Gender Mainstreaming

Die „European Women Lawyers Association“ (EWLA) hat auf Ihrem 7. Kongress am 12. Mai 2007 in Zürich eine Resolution zu Gender Mainstreaming verabschiedet.

 

Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft

Mit einer Stellungnahme wendet sich die European Women Lawyers Association (EWLA) an die Europäische Kommission, um Gleichstellung auch in den Führungspositionen in der Wirtschaft zu erreichen... weiter

 

Berliner Erklärung – starkes Bekenntnis zur Gleichstellung

Anläßlich des 50. Gründungsjubiläums der Europäischen Union (Römische Verträge) haben unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und der Präsident des Europaparlaments Hans-Gert Pöttering am 25. März 2007 die "Berliner Erklärung" unterzeichnet. Damit sollen deutliche Signale gesetzt werden - für die Fortsetzung des europäischen Einigungsprozesses und für die Gleichstellung. Unter I heisst es:
„Wir verwirklichen in der Europäischen Union unsere gemeinsamen Ideale: Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Seine Würde ist unantastbar. Seine Rechte sind unveräußerlich. Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“
Deutlich wird so, dass Gleichberechtigung im Jahr der Chancengleichheit und darüber hinaus auch für die EU von entscheidender Bedeutung ist.

 

50 Jahre EU – 50 Jahre europäische Gleichstellungspolitik

Am 25. März 2007 jährt sich der Abschluss der Römischen Verträge zum fünfzigsten Mal... weiter

 

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft und Chancengleichheit

Die Bundesrepublik Deutschland nimmt vom 1. Januar bis zum 30.Juni 2007 turnusmäßig die EU-Ratspräsidentschaft war. Portugal wird im zweiten Halbjahr 2007 und Slowenien im ersten Halbjahr 2008 den EU-Ratsvorsitz übernehmen. ... weiter.

 

Europäisches Gleichstellungsinstitut

Der Europäische Rat hat entschieden, dass der Sitz des Europäischen Gleichstellungsinstitutes in Vilnius, Litauen, sein wird... weiter

 

Offener Brief von GMEI

GMEI“ (Gender Mainstreaming Experts International), ein Netzwerk von Expertinnen der Gender Mainstreaming Implementierung, und „FORUMMÄNNER in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“, ein bundesweites Netzwerk von Männern, haben einen offenen Brief an die Frau Ministerin Ursula von der Leyen verfasst. Darin wird ihr Engagement für Gender Budgeting begrüßt und appelliert, den Gender Mainstreaming Prozess in der Bundesverwaltung mit hoher Aufmerksamkeit weiter zu führen. Die vollständige Fassung des Offenen Briefes finden Sie hier.

 

Jahr der Chancengleichheit – 2007

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2007 zum Jahr der Chancengleichheit erklärt... weiter

 

Exzellenz mit Gender an Hochschulen

Erstmalig hat die us-amerikanische Eliteuniversität Harvard eine Präsidentin: Die Historikerin Drew Gilpin Faust, die zuvor Dekanin des Radcliffe Instituts war und in ihren Arbeiten eine feministische Gender-Perspektive zugrunde gelegt hat, wurde am 11. Februar 2007 zur neuen Leitung von Harvard ernannt. Damit werden vier der acht amerikanischen Eliteuniversitäten von Frauen geleitet. Hier finden Sie nähere Informationen.

 

8. März

Der Internationale Frauentag erinnert Menschen auf der ganzen Welt daran, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch nicht erreicht ist... weiter

 

Veranstaltungen

 

GenderAlp! Chancengleichheit in Raumplanung und öffentlichen Budgets

GenderAlp! ist ein Projekt in Österreich innerhalb der Gemeinschaftsinitiative INTERREG des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Am 27. November 2007 veranstaltete das Land Salzburg als Abschluss des Projekts „GenderAlp! Raumentwicklung für Frauen und Männer“ die internationale Fachtagung „Standortfaktor: Mensch“ in Salzburg.

Hier finden Sie weitere Informationen.

 

Gleichstellungsorientierung im EFRE

Am 7.11.2007 fand im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Fachgespräch zur „Gleichstellungsorientierung im Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)“ statt. Es wurde vom BMFSFJ gemeinsam mit dem GenderKompetenzZentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet. Mit Teilnehmenden aus 11 EFRE-Fondsverwaltungen der Bundesländer sowie mehreren Bundesressorts hatte die Veranstaltung eine sehr gute Resonanz.
Mehr zu der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Bedeutung für die Implementierung von Gleichstellung als Querschnittsaufgabe

Zu diesem Thema hat am 17. Oktober 2007 ein Fachgespräch des GenderKompetenzZentrums stattgefunden. Eingeladen waren die GM-Zuständigen aller Ressorts. Es ging um strategische Überlegungen, wie das AGG für die Weiterentwicklung von Gleichstellungsorientierung in den einzelnen Häusern genutzt werden kann.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 

Fachtagung „Neue Zeiten für die Gleichstellung? Zeitpolitik aus der Gender-Perspektive”

Das GenderKompetenzZentrum veranstaltet am Dienstag, 18. Dezember 2007 eine Fachtagung zum Thema Zeitpolitik und Gender. Neben einführenden Vorträgen zu Zeitpolitik und Zeitverwendung aus der Gender-Perspektive wird es unter anderem Präsentationen zu konkreten Beispielen aus der Wirtschaft und zu zeitpolitischen Herausforderungen geben, die sich insbesondere für Männer stellen. Hier finden Sie weitere Informationen zu Inhalten und Anmeldung.

 

Call for papers - Internationale Konferenz zu Gender Budgeting und Social Justice

Das „Nordic Baltic Network for Gender Responsive Budgeting“ organisiert am 10./11. Januar 2008 eine internationale Konferenz zu Gender Budgeting und Social Justice in Vilnius, Litauen... weiter

 

"Umsetzungserfahrungen mit Gender Budgeting" – Workshop mit Prof. Dr. Diane Elson

Am 15. Mai 2007 fand an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Workshop zu Gender Budgeting statt, der in Kooperation von GenderKompetenzZentrum und dem Fachgebiet Gender und Globalisierung der Humboldt-Universität organisiert wurde. Anlass war der Besuch von Prof. Dr. Diane Elson im Rahmen des Sokrates-Programms in Berlin. Zur Dokumentation des Workshops ...

 

Gender und Diversitätsmanagement

Am 3. und 4. Mai 2007 fand an der Wirtschaftsuniversität Wien, Abt. für Gender und Diversitätsmanagement, ein Wissenschaftliches Vernetzungstreffen zu Gender und Diversitätsmanagement statt. Das Schwerpunktthema war „Intersektionalität und Kontextorientierung im Gender und Diversitätsmanagement“. Sandra Lewalter und Sandra Smykalla, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im GenderKompetenzZentrum, hielten dort den Vortrag "Zur Relevanz von Wissen zu Gender, Diversity und Intersektionalität am Beispiel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“ ... weiter

 

Fachtagung „Gender-Kompetenz durch Aus-, Fort- und Weiterbildung“

Am 19. Juni 2007 veranstaltete das GenderKompetenzZentrum eine Fachtagung zum Thema "Gender-Kompetenz durch Aus-, Fort- und Weiterbildung". Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung mit allen Vorträgen und Präsentationen der Referentinnen und Referenten.

 

Europa auf dem Weg zur Gleichstellung? EU-Gender-Tagung für die neuen Beitrittsländer in Berlin

Vom 19. bis 21. April 2007 fand erstmal eine Fachtagung zum Thema Gleichstellung für und mit 10 neuen Mitgliedstaaten der EU an der Humboldt-Universität zu Berlin statt... weiter

 

Gender Mainstreaming – eine Klasse für sich? Die Debatte in den Medien um Gender Mainstreaming zwischen Furcht, Feminismus und neuer F-Klasse

Anlässlich der in einigen Medien entzündeten Debatte um Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming lud das GenderKompetenzZentrum im Rahmen der regelmäßigen Gender Lectures zur Diskussion... weiter

 

Gesundheit & Geschlecht

Das Netzwerk Frauenforschung NRW veranstaltet eine Tagung zum Thema "Gesundheit & Geschlecht". Die Tagung findet am 02.02.2007 von 09:30 bis 16:00 Uhr in der Universität Dortmund (Campus Süd, Campus Treff) statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Netzwerks Frauenforschung NRW oder auf dem Flyer im pdf-Format.

 

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen und die Fraktion Grüne/EFA des Europäischen Parlaments laden im Vorfeld des Europäischen Jahrs der Chancengleichheit 2007 zu einer Veranstaltung über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ein. Gemeinsam mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen soll über die europäischen Vorgaben und nötige Weiterentwicklungen diskutiert werden.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Programm und Anmeldung.

 

Neuerscheinungen und Literaturhinweise

 

Widerstände gegen Gleichstellungspolitik

Die Umsetzung von Gender Mainstreaming hat gezeigt, dass Maßnahmen auf unterschiedliche Akzeptanz, Vorbehalte und auch auf Widerstände stoßen. In ihrer Master Arbeit geht Philine Erfurt Äußerungsformen und Ursachen von Widerständen gegen Gleichstellungspolitik nach. Sie zeigt, dass die Implementierung von Gleichstellungspolitik nicht nur ein administrativer Prozess ist, sondern auch eine kulturelle und persönliche Dimension hat. Gerade deshalb müssen auch die Dynamiken auf der Mikroebene, d.h. in den alltäglichen und zwischenmenschlichen Aushandlungen, in Betracht gezogen werden, um Widerstände aufzudecken und Strategien der Akzeptanzsicherung zu entwickeln.
Philine Erfurt ist seit 2005 studentische Mitarbeiterin am GenderKompetenzZentrum. Im Jahr 2006/07 absolvierte sie einen Master in Gender Studies an der University of Sussex (UK). Einblicke in praxisorientierte Teile der Arbeit finden Sie hier.

Philine Erfurt (2007): Changing Organisations towards Gender Equality: Exploring the Micropolitics of Resistance Against Gender Policy Implementations, University of Sussex, (unveröffentlichtes Manuskript).

 

Gender in den Medien – Strategien der Inszenierung

In einer Mediendiskursanalyse (Mai 2006 bis Februar 2007) untersuchen Christiane Krämer und Sandra Smykalla mediale Inszenierungen von Gleichstellungspolitik, Gender Mainstreaming und Gender. Mittels eines dekonstruktiven Gegenlesens werden zentrale Diskursformationen wie die Anrufung der 'natürlichen' Ordnung, die Manifestation traditioneller Rollen in Familie und Arbeit sowie die politische Regulierung von 'Geschlecht als Privatsache' herausgearbeitet. Die Autorinnen folgen dabei der Annahme, dass die Abwertung von Gleichstellungspolitik und von einer Pluralisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse als ein paradoxer Effekt des Erfolges von politischer Praxis gedeutet werden kann.

Krämer, Christiane/Smykalla, Sandra (2007): Diskursformationen der Abwertung von Gleichstellungspolitik und Gender in den Medien – Paradoxe Effekte des Erfolges? In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, 25 (2007) 2, S. 17-27.


 

Gleichstellungsorientierte Politik mit Gender Budgeting!

Das Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) hat Schlussfolgerungen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zur Europäischen Fachkonferenz 'Die Verteilung macht’s – Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit durch geschlechtersensible Haushalte' veröffentlicht. Bekräftigt wird damit die europäische Bedeutung von Gleichstellung als Querschnittsaufgabe und die Chance für Deutschland, über gleichstellungsorientierte Wirkungsanalysen den Bundeshaushalt effizienter und gerechter zu gestalten – vorausgesetzt die Leitungen der Ressorts übernehmen Verantwortung und das Parlament zeigt politischen Willen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Gender Budgeting.

 

Machbarkeitsstudie Gender Budgeting auf Bundesebene

Das BMFSFJ legte am 2.10.2007 die Machbarkeitsstudie Gender Budgeting auf Bundesebene vor.
Die Studie beschäftigt sich mit der Erarbeitung konkreter Handlungsvorschläge zur Einführung von Gender Budgeting in der Bundesverwaltung. Sie umfasst eine Definition des Begriffs Gender Budgeting und informiert über den Stand der Einführung von Gender Budgeting in den Bundesministerien.
Die Bundesregierung kommt zu dem Ergebnis, dass es in grundsätzlichen Fragen zu dem Thema noch Klärungsbedarf gibt.

 

Gender Mainstreaming in Estland

"Umsetzungsbedingungen für eine europäische Gleichstellungsstrategie im post-kommunistischen Kontext: Gender Mainstreaming in Estland" werden in der online abrufbaren Dissertation von Mara Kuhl analysiert.
Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel von Gender Mainstreaming in Estland zu zeigen, wie die Konzepte aus der EU in den neuen Beitrittsländern aufgegriffen und ihre Umsetzung gestaltet wird.
Neben den länder- und verwaltungsspezifischen Informationen zu Estland und zur "Gender Policy Machinery" erarbeitet Kuhl ein Analyseraster für Querschnittsaufgaben, welches Erkenntnisse der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung und der Verwaltungswissenschaften zusammenführen soll.

Mara Kuhl war von 2001 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der wissenschaftlichen Begleitung der Bundesregierung zur Einführung von Gender Mainstreaming an der Humboldt- Universität zu Berlin.

 

Neueste Daten zur Situation von Migrantinnen und Migranten in Deutschland

Das BMFSFJ veröffentlicht die Sinius-Milieu-Studie „Lebenswelten von Migranten“. Die qualitative Untersuchung zeigt, dass die Zugehörigkeit zu einem sozialem Milieu die Alltagskultur mehr beeinflusst, als die ethnische Herkunft oder die Zugehörigkeit zu einer Religion.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie auf der Homepage von Sinus Sociovision.

 

Studie zu „Gender Budgeting in 5 Forschungsprogrammen“ aus Österreich erschienen

Was kann Gender Budgeting bei der Forschungsvergabe bewirken? Zentrales Ergebnis der vom Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) beauftragten Studie ist, dass Forschungsprogramme, die verbindliche Zielquoten und qualitative Vorgaben für Gleichstellung und zur Beachtung von Gender als inhaltlichem Aspekt in der Ausschreibung enthalten, eine positivere Wirkung auf Gleichstellung haben. Der Inhalt der Studie umfasst eine Ist-Analyse und deren gleichstellungsorientierte Bewertung. Es wurden quantitative Wirkungen der Programme auf der Personalebene (Ressourcenverteilung) und qualitative Wirkungen der Programme auf der Ebene der Forschungsinhalte und der Ergebnisse untersucht. Die Studie, die vom genderbüro Berlin durchgeführt wurde, enthält konkrete Empfehlungen, wie die Gleichstellungsorientierung mit Verfahren des Gender Budgeting in der österreichischen Forschungsförderung weiter durchgesetzt werden kann. Hier finden Sie eine Kurzfassung der Studie.

 

Ländervergleich zu Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern

Entgeltgleichheit ist prominentes Thema der EU-Gleichstellungspolitik. Über die Unterschiede im Einkommen zwischen Frauen und Männern in den 25 EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Bulgarien und Rumänien informiert der Bericht „Gender Pay Gap — Origins and policy responses - A comparative review of 30 European countries” der Europäischen Kommission. Neben den Fakten wird auch auf die Ursachen und die jeweiligen politischen Maßnahmen eingegangen sowie auf vorbildliche Beispiele verwiesen. Die Studie ist auf englisch erhältlich, mit Zusammenfassungen auf französisch und deutsch.

 

Band 3 der Reihe "Gender kompetent" zu Gleichstellung und Familie

Soeben erscheint der dritte Band unserer Buchreihe "Gender kompetent" im Kleine Verlag: "Gleichberechtigte Familien? Wissenschaftliche Diagnosen und politische Perspektiven", herausgegeben von Susanne Baer und Julia Lepperhoff.

Der Band stellt Befunde zum Zusammenhang zwischen Familien- und Geschlechterverhältnissen zusammen und beschäftigt sich mit der Frage, wie vor diesem Hintergrund eine gleichstellungsorientierte Familienpolitik gestaltet werden kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Schriftenreihe.

 

Neue Studie zur Implementierung von Gender Mainstreaming in EU-Mitgliedstaaten

Schweden hat in Zusammenarbeit mit Finnland, Litauen und Portugal ein Projekt zur Implementierung von Gender Mainstreaming in der Verwaltung der europäischen Mitgliedstaaten durchgeführt. Der Abschlussbericht (Januar 2007) bilanziert die bisherigen Erfahrungen mit Gender Mainstreaming in den vier Mitgliedstaaten, formuliert Erfolgsbedingungen für die Umsetzung und gibt Empfehlungen zur nachhaltigen Sicherung von Gender Mainstreaming auf Verwaltungs- und Regierungsebene.

 

Einstellung von 20-jährigen Männern und Frauen zur Gleichstellung – Ergebnisse der Sinus Sociovision - Milieustudie

"Wie sehen heute 20-Jährige Frauen und Männer sich selbst und ihre Rolle in der Gesellschaft? Wie sehen 20-Jährige heute die Entwicklung von Gleichberechtigung und Gleichstellung?“ Das sind einige Fragen, die die Untersuchung „ 20-Jährige Frauen und Männer heute. Lebensentwürfe, Rollenbilder, Einstellungen zur Gleichstellung“ zu beantworten versucht ... weiter

 

"Der Vater" im Umbruch - neue Studie erschienen

Wie sich die Rolle des Vaters gewandelt hat und wie sich dies auf die Familienkonstellation auswirkt, untersucht ein Forschungsprojekt am Institut für Sozialforschung, Frankfurt a.M. ... weiter

 

Band 2 der Reihe "Gender kompetent" zu Gender und Lebenserwartung

In der Reihe "Gender kompetent. Beiträge aus dem GenderKompetenzZentrum" im Kleine Verlag ist der 2. Band erschienen, herausgegeben von Jochen Geppert und Jutta Kühl.

Thema ist "Gender und Lebenserwartung", womit an das Fachgespräch „Frauen leben länger? Männer leben (also) kurz???“ angeknüpft wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Schriftenreihe.

 

Studien zur sozialen Lage in der EU und den deutschen Bundesländern

"berlinpolis" hat zwei Studien veröffentlicht, in denen - differenziert auf einzelne Dimensionen wie z.B. die Geschlechtergleichstellung - ein Sozialranking für die EU-Mitgliedstaaten bzw. für die deutschen Bundesländer erstellt wird... weiter

 

"Gender Works! Gender Mainstreaming: Gute Beispiele aus der Facharbeit"

Aus den Ergebnissen der Fachtagung "Gender Works! Gender Mainstreaming: Gute Beispiele aus der Facharbeit" ist ein gleichnamiges Buch entstanden, herausgegeben von Prof. Dr. Susanne Baer LL.M. und Dr. Karin Hildebrandt. Auf der Homepage des Peter Lang Verlags finden Sie weitere Informationen. Das Buch ist ab sofort für 34 Euro lieferbar.

Mit Mieke Verloo konnten wir eine international ausgewiesene Expertin in Fragen der Umsetzung von Gender Mainstreaming gewinnen, um den einführenden Beitrag für diesen Band zu übernehmen. Sie liefert den Blick von „außen“ auf das Thema GM und schildert ihre Erfahrungen mit den ersten Evaluationen, der Bewertung von Erfolgen und Misserfolgen in der Praxis. Im Buch ist ihr Beitrag im englischen Original veröffentlicht, hier finden Sie die deutsche Übersetzung als pdf-Datei.

by Administrator last modified 2012-05-10 09:45