Forum Gleichstellung „Gender Mainstreaming in Österreich Stand – Einschätzung - Perspektiven“ am 21.05.2008
Im vergangenen Monat hat sich das GenderKompetenzZentrum unter dem Motto „Gender Mainstreaming in Österreich. Stand – Einschätzung - Perspektiven“ ganz in der Tradition des vorangegangenen 1. Forums mit der Gleichstellungspolitik und insbesondere mit der Strategie Gender Mainstreaming und seiner Implementierung in einem weiteren Mitgliedstaat der EU beschäftigt.
Der Einladung des GenderKompetenzZentrums unter der Leitung der Direktorin Prof. Dr. Susanne Baer zum 2. Forum Gleichstellung sind Mitarbeiterinnen der österreichischen und der deutschen Bundesverwaltung sowie Wissenschaftler_innen aus beiden Ländern gefolgt. Dr. Verena Jauk, Geschäftsführerin der Interministeriellen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming aus Österreich, zeigte den Gender Mainstreaming-Implementierungsprozess und seine Stärken und Schwächen auf. Der hierbei vermittelte Status Quo hinterließ bei den deutschen Gästen und Gastgeber_innen einen bemerkenswerten Eindruck. Auffällig ist die direkte und frei heraus agierende Haltung in der Gleichstellungspolitik der Abteilung bzw. deren Sektionen. Sind sie auf deutsche Verwaltungskulturen übertragbar?
Dr. Regina Frey, GenderBüro Berlin, hat aus der Machbarkeitsstudie „Gender Budgeting in fünf Forschungsprogrammen“ in Österreich Empfehlungen anhand einzelner Programmphasen erläutert, die durchaus auch für Deutschland eine Handlungshilfe darstellen könnte. Aus ihrer Beratungserfahrung in Österreich und Deutschland ließ sich ein erster Vergleich zwischen Deutschland und Österreich, nicht nur für Gender Budgeting, ziehen.
Claudia Sorger von L&R Sozialforschung Wien rundete die Eindrücke des Implementierungsprozesses von Gender Mainstreaming in Österreich ab.
Österreich ist im Implementierungsprozess Deutschland einen großen Schritt voraus. Dort fehlen die feindseligen Artikel der deutschen Presse; doch auch Österreich stößt bei der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern an Grenzen, auch auf Widerstand. Eine lange Tradition in Österreich wie in Deutschland hat die Lohndifferenz, die bei ca. 20 Prozent liegt, so der "Bericht der Europäischen Kommission zur Gleichstellung von Frauen und Männern - 2007". Damit belegt das Land den sechstletzten Platz der EU, Deutschland liegt mit 24 Prozent noch darunter. Dennoch ist für die Querschnittsaufgabe Gleichstellung deutlich mehr Aktivität als in Deutschland zu erkennen.
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Hier finden Sie weitere Informationen über Ziele, Politikfelder und die Institutionalisierung von Gleichstellungspolitik in anderen ausgewählten europäischen Staaten.
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2010-05-04 10:45


