Gender Pay Gap ist Thema zum Internationalen Frauentag 2009
Gender Pay Gap ist Thema zum Internationalen Frauentag 2009
Das Thema Entgeltgleichheit ist nicht nur eines der ältesten Forderungen der Frauenbewegungen, sondern wird auch im Umfeld des Internationalen Frauentags 2009 breit diskutiert.
Für den 20. März hat das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany mit Unterstützung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den Equal Pay Day organisiert. Der Equal Pay Day, der in Deutschland zum zweiten Mal stattfindet, markiert den Tag, bis zu dem Frauen über das Jahresende hinaus durchschnittlich arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Das Aktionsbündnis umfasst Wirtschaftsverbände und Frauenorganisationen, die sich gemeinsam für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen einsetzen: unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Frauenrat (DF) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Neben zahlreichen Aktionen im gesamten Bundesgebiet wird es am Vortag eine gemeinsame Pressekonferenz mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, geben. Der BPW Germany wird am Abend des Equal Pay Day eine große Abschlussveranstaltung im Roten Rathaus in Berlin durchführen.
Im Oktober 2008 hat das Europäische Parlament einen Bericht zur Entgeltgleichheit verabschiedet, in dem es die Europäische Kommission unter anderem auffordert, zur Umsetzung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen die Rechtsvorschriften zu überarbeiten, sowie einen Europäischen Tag des gleichen Entgelts zu organisieren. Beim Ausmaß des aktuellen europäischen Gender Pay Gaps fiel dieser „Internationale Tag für gleiches Entgelt" auf den 22. Februar. Der Terminunterschied zum deutschen Equal Pay Day macht greifbar, dass der Gender Pay Gap in Deutschland mit 23% deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 17% liegt.
Zwischen diesen beiden Equal Pay Days hat die Europäische Kommission zum Internationalen Frauentag eine EU-weite Informationskampagne über die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gestartet. Damit soll in der breiten Öffentlichkeit Bewusstsein für das Verdienstgefälle und seine Ursachen geschaffen werden. Beispielsweise wird in Berlin die Message durch Buswerbung in den öffentlichen Raum getragen. Des weiteren soll Arbeitgeber_innen und Arbeitnehmer_innen eine „Toolbox” an die Hand gegeben werden. Die EU hat schon seit der Gründung der EWG 1957 die Mitgliedstaaten auf den Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit verpflichtet, und besitzt insofern eine lange Tradition in der Beschäftigung mit Equal Pay.
Auch der CEDAW-Ausschuss der UN weist in seinen jüngst veröffentlichten Concluding observations zum aktuellen Staatenbericht der Bundesregierung auf die weiter bestehende Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern hin, und fordert Deutschland auf, diese abzubauen. Denn, worauf die Leiterin der Gleichstellungsabteilung des BMFSFJ, Eva Maria Welskop-Deffaa, vor dem CEDAW-Ausschuss in Genf hinwies: der Pay Gap ist ein hoch komprimierter Ausdruck von fast allen Facetten der gleichstellungspolitischen Probleme im Arbeitsmarkt.
Im Übrigen sei noch auf die öffentliche Anhörung zur Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern verwiesen, die bereits am 28. Januar im Bundestag stattfand. Neben den Anträgen der Fraktionen und den Stellungnahmen der Anhörpersonen ist mittlerweile auch das Protokoll der Sitzung online nachlesbar.
Um die internationalen Erfahrungen mit Maßnahmen und Instrumenten zur Herstellung von Entgeltgleichheit auszutauschen, veranstaltet das GenderKompetenzZentrum am 22. April 2009 die Fachtagung "Entgeltgleichheit herstellen – Strategien, Instrumente, gute Beispiele".
Für den 20. März hat das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany mit Unterstützung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den Equal Pay Day organisiert. Der Equal Pay Day, der in Deutschland zum zweiten Mal stattfindet, markiert den Tag, bis zu dem Frauen über das Jahresende hinaus durchschnittlich arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Das Aktionsbündnis umfasst Wirtschaftsverbände und Frauenorganisationen, die sich gemeinsam für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen einsetzen: unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Frauenrat (DF) und der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Neben zahlreichen Aktionen im gesamten Bundesgebiet wird es am Vortag eine gemeinsame Pressekonferenz mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, geben. Der BPW Germany wird am Abend des Equal Pay Day eine große Abschlussveranstaltung im Roten Rathaus in Berlin durchführen.
Im Oktober 2008 hat das Europäische Parlament einen Bericht zur Entgeltgleichheit verabschiedet, in dem es die Europäische Kommission unter anderem auffordert, zur Umsetzung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen die Rechtsvorschriften zu überarbeiten, sowie einen Europäischen Tag des gleichen Entgelts zu organisieren. Beim Ausmaß des aktuellen europäischen Gender Pay Gaps fiel dieser „Internationale Tag für gleiches Entgelt" auf den 22. Februar. Der Terminunterschied zum deutschen Equal Pay Day macht greifbar, dass der Gender Pay Gap in Deutschland mit 23% deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 17% liegt.
Zwischen diesen beiden Equal Pay Days hat die Europäische Kommission zum Internationalen Frauentag eine EU-weite Informationskampagne über die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gestartet. Damit soll in der breiten Öffentlichkeit Bewusstsein für das Verdienstgefälle und seine Ursachen geschaffen werden. Beispielsweise wird in Berlin die Message durch Buswerbung in den öffentlichen Raum getragen. Des weiteren soll Arbeitgeber_innen und Arbeitnehmer_innen eine „Toolbox” an die Hand gegeben werden. Die EU hat schon seit der Gründung der EWG 1957 die Mitgliedstaaten auf den Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit verpflichtet, und besitzt insofern eine lange Tradition in der Beschäftigung mit Equal Pay.
Auch der CEDAW-Ausschuss der UN weist in seinen jüngst veröffentlichten Concluding observations zum aktuellen Staatenbericht der Bundesregierung auf die weiter bestehende Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern hin, und fordert Deutschland auf, diese abzubauen. Denn, worauf die Leiterin der Gleichstellungsabteilung des BMFSFJ, Eva Maria Welskop-Deffaa, vor dem CEDAW-Ausschuss in Genf hinwies: der Pay Gap ist ein hoch komprimierter Ausdruck von fast allen Facetten der gleichstellungspolitischen Probleme im Arbeitsmarkt.
Im Übrigen sei noch auf die öffentliche Anhörung zur Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern verwiesen, die bereits am 28. Januar im Bundestag stattfand. Neben den Anträgen der Fraktionen und den Stellungnahmen der Anhörpersonen ist mittlerweile auch das Protokoll der Sitzung online nachlesbar.
Um die internationalen Erfahrungen mit Maßnahmen und Instrumenten zur Herstellung von Entgeltgleichheit auszutauschen, veranstaltet das GenderKompetenzZentrum am 22. April 2009 die Fachtagung "Entgeltgleichheit herstellen – Strategien, Instrumente, gute Beispiele".
SeSch
by
Administrator
—
last modified
2010-01-02 20:06


