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Archiv 2008
Archiv 2008
Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv der Meldungen des GenderKompetenzZentrums aus dem Jahr 2008. Sie können auch direkt zu den Unterpunkten springen:
Die aktuellen Meldungen finden Sie auf der übergeordneten Aktuelles-Seite.
Europäische Kommission besorgt um die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in sechs Mitgliedstaaten
Im November hat die Europäische Kommission in ihrer Stellungnahme Österreich, Litauen, Slowenien, Ungarn, Italien und Malta aufgefordert, die EU-Rechtsvorschriften zur Gleichbehandlung der Geschlechter in der Beschäftigung in vollem Umfang in nationales Recht zu übertragen. Mehr…
Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und -minister im Oktober 2008
Unter dem Vorsitz des Landes Baden-Württemberg fand am 23. Oktober 2008 die 18. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und –minister, -senatorinnen und –senatoren der Länder (GFMK) in Karlsruhe statt. Topthemen waren geschlechtersensible Bildung, ländereinheitliche Genderindikatoren, und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben für ältere Angehörige (Elder Care). Die GFMK bat auch um eine Erweiterung des Untersuchungsauftrages des Kompetenzzentrums für familienbezogene Leistungen um eine gleichstellungsrelevante Perspektive. Außerdem wurde die Fortsetzung von vier Arbeitsgruppen beschlossen. Weiter...
Gender-Index vorgestellt - erstes bundesweites Messinstrument zum regionalen Vergleich der Gleichstellung von Frauen und Männern
Informationen zum Stand der Gleichstellung in den verschiedenen Regionen Deutschlands, nutzungsfreundlich zugänglich im Internet – dieses Ziel verfolgt der Gender-Index, der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und der Hans-Böckler-Stiftung entwickelt wurde. Am 3.11.2008 wurde der Gender-Index in der Schwedischen Botschaft in Berlin vorgestellt und freigeschaltet ...weiter
TAIEX fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern im Erweiterungsprozess der Europäischen Union
Am 7. und 8. Oktober fand in Ankara ein Seminar zur Gleichstellung von Frauen und Männern statt, auf dem Expertinnen und Experten aus der Türkei und aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Situation der Gleichstellung in der Türkei und Erfahrungen der Gleichstellungspolitik in den Mitgliedstaaten vorstellten und diskutierten. Die Veranstaltung wurde durch die Europäische Union im Rahmen von TAIEX (Technical Assistance and Information Exchange) durchgeführt... weiter
2. Europäischer Gleichstellungsgipfel in Paris
Ende September trafen sich die europäischen Gleichstellungs- und Familienministerinnen und -minister zum 2. Gleichstellungsgipfel in Paris. Die Themenfelder bewegten sich rund um die Schwerpunkte 'Chancengleichheit' und 'Bekämpfung von Diskriminierungen'. Im Fazit zeigte sich u.a. die einhellige Meinung, dass Akteure und Instrumente im Bereich der Ausbildung, Beschäftigung, Berufsausbildung und Zugang zu Waren und Dienstleistungen einen höheren Stellenwert bekommen sollen, um nachhaltigere Ergebnisse in der Diskriminierungsbekämpfung zu erzielen. Auch die Unternehmen wurden dazu aufgerufen, sich aktiv an der Förderung der Vielfalt zu beteiligen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission.
Perspektive Wiedereinstieg – ein ESF Modellprojekt des BMSFJ
Am 24.09.2008 startete das ESF-Modellprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit dem Aufruf zum Antragsverfahren.
Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Träger dabei unterstützt, Frauen nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung die Re-Integration ins Berufsleben zu erleichtern und ihnen Wege dorthin zu ebnen. Bei der Begleitung der Wiedereinsteigerinnen, ihrer Partner/Familien und (potenziellen) Arbeitgeber sollen die Ressourcen der Wiedereinsteigerinnen erfasst, gezielt genutzt und gestärkt werden.
Die Unterlagen für die Antragstellung finden Sie auf der Webseite der ESF-Regiestelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen endet am 31.10.2008 um 15:00 Uhr.
Europäisches Parlament dringt auf Aktivitäten für Gleichstellung
Das Europäische Parlament hat am 3.9.2008 zwei Beschlüsse zum Thema Gleichstellung verabschiedet.
Im Beschluss „ Gleichstellung von Frauen und Männern – 2008“ begrüßt das Parlament den Gleichstellungsbericht der Kommission. Allerdings werden in dem Beschluss sehr viel konkretere Problemanalysen zu allen in der EU bisher verhandelten gleichstellungspolitischen Themen aufgelistet als im Bericht der Kommission. Das Europäische Parlament zeigt sich besorgt über das Ausbleiben von Erfolgen der Gleichstellungspolitik auf den europäischen Arbeitsmärkten, was unter anderem anhand des fortbestehenden Lohngefälles thematisiert wird.
Die Kommission und die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, wirksame Maßnahmen zu beschließen und weitere geschlechterbezogene Quantitäts- und Qualitätsindikatoren zu entwickeln, mit denen eine Wirkungskontrolle für die geschlechtergerechte Umsetzung der Lissabon Strategie möglich ist.
Im Beschluss „ Wie Marketing und Werbung die Gleichstellung von Frauen und Männern beeinflussen“ wendet sich das Europäische Parlament gegen Medienangebote, die geeignet sind Geschlechterstereotype zu vertiefen. In diesem Beschluss fordert das EP die Kommission und die Mitgliedstaaten vor allem dazu auf, das Geschlechterbild in den Medien, und seine Wirkung auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu untersuchen. Geeignete Aufklärungskampagnen und Initiativen für eine kompetente Mediennutzung sollen zudem dafür sorgen, dass die Menschen in der Europäischen Union sich unabhängig von medial geprägten Geschlechterstereotypen individuell entwickeln können.
Deutsche CEDAW-Schattenberichte in New York präsentiert
Kommission der Europäischen Gemeinschaft legt erneuerte Sozialagenda mit Initiativpaket vor
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft hat im Juli 2008 eine erneuerte Sozialagenda gemeinsam mit einem Initiativpaket für die Europäische Union vorgelegt. Die Agenda führt verschiedene Politikfelder zusammen und zeigt ein neues Engagement für ein soziales Europa auf. Das Ziel dieser Agenda und ihrer Initiativen ist, die Rahmenbedingungen gegen Ausgrenzung und für Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am Wohlstand Europas zu schaffen. ... weiter
Die Sachverständigenkommission für den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung hat ihre Arbeit aufgenommen
Workshop - Facetten der Intersektionalität in Hamburg
Veranstaltet von den Gender Studies in Hamburg
Das Konzept der „Intersektionalität“ wird für theoretische und empirische Forschungen zu den Entstehungsprozessen von gesellschaftlichen Ungleichheiten zunehmend bedeutsamer. Dabei bezeichnet Intersektionalität einen Ansatz, der die Wechelwirkung von unterschiedlichen Ungleichheitskategorien wie Geschlecht, Klasse und Race in der Analyse gesellschaftlicher Prozesse mit einbezieht. Ähnlich wie das Konzept der Interdependenzen, dass in der Gender-Forschung die Kategorie Gender in Wechselwirkung mit ethnischer Herkunft, Alter, sexueller Orientierung, Religion, Kapazität und sozialer Herkunft sieht.
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen diskutierten am 25. – 27. Januar in Hamburg die Reichweiten und Grenzen des Konzeptes... weiter
Fachtagung zu E-Learning und Gender-Aspekten in Potsdam
Am 16. und 17. April führt das Bildungsnetz Brandenburg in der IHK Potsdam seine 2. Fachtagung "Lernen mit digitalen Medien" durch. Im Vordergrund stehen modellhafte E-Learning-Projekte nicht nur aus Brandenburg, sondern auch aus anderen Bundesländern. Erstmals sind Gender-Fragen explizit in das Programm eingeflochten: neben einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Heidi Schelhowe, Universität Bremen, werden u. a. für die Bereiche Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft konzipierte und erprobte Gender Mainstreaming-Lernprogramme vorgestellt und das "Web 2.0" aus der Gender-Perspektive beleuchtet. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm, zum Forum IV: Gender und Digitale Medien und zur Anmeldung.
Zum Internationalen Frauentag 2008 - Gleichstellungspolitik heute
Wieso eigentlich ein Frauentag in Zeiten von Gender Mainstreaming, Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz und Gender- & Diversity Studies?
Der Internationale Frauentag ist Anlass, die Anstrengungen zu intensivieren, den Gleichheitsgrundsatz für alle Menschen durchzusetzen, und sich für den weltweiten Abbau von Diskriminierung zu engagieren. Gleichstellungspolitik in Deutschland hat zwar schon viel erreicht, aber auch noch viel vor sich, um die in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes geforderte tatsächliche Gleichstellung umzusetzen... weiter
Veranstaltungen
Podiumsdiskussion: Warum bekommen die Französinnen mehr Kinder?
Mit Unterstützung des GenderKompetenzZentrums und des BMBF-Projekts "Die vergangene Zukunft Europas" findet am 22. Oktober 2008 (19-21 h anschließend Empfang) eine Podiumsdiskussion des Centre Marc Bloch statt: "Warum bekommen die Französinnen mehr Kinder? Frauen- und Familienpolitiken im europäischen Vergleich". Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin, Raum 2103 (Hauptgebäude, Unter den Linden 6, 10999 Berlin)... weiter
„Ursachen für Lohnunterschiede angehen“- Konferenz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Der Durchschnittslohn von Frauen in Deutschland liegt rund 24% unter dem Durchschnittslohn von Männern – damit nimmt Deutschland in der Liste der EU-Mitgliedsstaaten, was Lohngleichheit anbetrifft, den drittletzten Platz ein. Die Gesamtsituation mit aktuellen Daten umfassend darzulegen, Ursachen für die vorliegende Lohnungleichheit zu identifizieren und mögliche Strategien zur Verbesserung der Situation zu diskutieren, waren die drei inhaltlichen Zielsetzungen der Konferenz “Ursachen für Lohnunterschiede angehen“, zu der am 30. September 2008 in Berlin das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) geladen hatten. ... weiter
Gender und Diversity im Sport
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) positioniert sich zu mehr Gleichstellung und erklärt das Thema für das Jahr 2009 zum Schwerpunkt. Unter dem Motto „Gender und Diversity - Konkurrenz oder Verstärkung?" haben die weiblichen Mitglieder des DOSB auf einer Vollversammlung vom 26.- 28. Sept. 2008 strategische Maßnahmen für mehr Gleichberechtigung im Sport beraten. ... weiter
„Gute Arbeit“ - Wie weit ist der Weg zur Gleichstellung? - Tagung der Hans-Böckler-Stiftung
Nur 13% aller Beschäftigten in Deutschland bewerten ihre Arbeit als „gute Arbeit“, während 55% sie als mittelmäßig und 32% sie sogar als schlecht einstufen. Außerdem ist der Gender Pay Gap von 22% auf 24% angestiegen. Wie die Arbeitssituation in Deutschland verbessert werden kann, war Thema auf der Tagung der Hans Böckler Stiftung „Gute Arbeit aus der Gleichsstellungs- und Geschlechterperspektive“ am 25. und 26. September 2008 in Berlin. Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, betrieblicher Praxis sowie aus Wirtschaft und Politik referierten und diskutierten zu den Themen „gute Arbeit“, Equal Pay, betriebliches Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance und demographischer Wandel. ... weiter
„Gleichstellungspolitik Soll & Haben“ - Kommunale Gleichstellungsbeauftragte ziehen Bilanz
40 Jahre nach dem legendären Tomatenwurf auf einer Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) in Frankfurt/Main, der in Westdeutschland die neue Frauenbewegung auslöste, hat die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Frankfurt/Main ihre 19. Bundeskonferenz abgehalten. Über 450 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Kommunen aus ganz Deutschland diskutierten mit Expertinnen aus Politik und Wissenschaft am 18. und 19. August 2008. Unter dem Motto „Finanzen - Fakten – Feminismus“ stand das Thema „Geld“ und die Bilanz von Frauen- und Gleichstellungspolitik im Mittelpunkt. ... weiter
Forum Gleichstellung
„Philosophie & Gleichstellungspolitik: Perspektiven in Anlehnung an Amartya Sen“
In der Reihe 'Forum Gleichstellung' fand im Juli das 3. Forum mit dem Thema „Philosophie & Gleichstellungspolitik: Perspektiven in Anlehnung an Amartya Sen“ am GenderKompetenzZentrum der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Die Teilnehmenden aus Bundesverwaltung und Wissenschaft, die der Einladung der Direktorin Prof. Dr. Susanne Baer gefolgt sind, diskutierten in einem kleinen, informellen Rahmen über Impulse und Perspektiven, die der Verwirklichungschancenansatz des Wirtschaftsnobelpreisträgers Amartya Sen für den gleichstellungspolitischen Diskurs geben und aufzeigen kann. ...weiter
"Gender+ Training": Neue Konzepte für die Fortbildung
Am 16. und 17. Mai 2008 fand an der Humboldt-Universität in Berlin ein Workshop zu „Gender+ Trainings“ des europäischen Projekts QUING (Quality in Gender Equality Policies) mit dem US-amerikanischen Projekt TARGET (Transnational Applied Research in Gender Equity Training) statt. Gender-Trainer_innen und Expert_innen aus Spanien, Österreich, Slowenien, Niederlande, Ungarn, Litauen und Deutschland diskutierten Herausforderungen für Inhalte und Qualitätsstandards von Trainings. Ein Ziel der Projekte ist, ein Handbuch zu erstellen, das aufzeigt, wie aktuelles Gender-Wissen um Interdependenzen und „Intersectionality“ für Trainingskonzepte nutzbar gemacht werden kann. Damit soll eine „inkludierende Gleichstellungspolitik“ konkretisiert werden, die Ungleichheiten wegen Geschlecht in Verknüpfung mit Alter, Sexualität, „Rasse“ und ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung, Religion und Weltanschauung sowie sozialer Herkunft aktiv adressiert und abbaut. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Prof. Dr. Susanne Baer, die in beiden Projekten mitarbeitet.
„Ist die Frauenfrage uncool?“ - Gleichstellung zwischen Anerkennung und Marginalisierung
Eine Tagung des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF) in Bielefeld am 25. und 26.4.2008 beschäftigte sich mit „ Gleichstellungspolitik in Zeiten von Exzellenz und Globalisierung“. Im Vordergrund stand insbesondere die Frage, wie Gleichstellungspolitik in Organisationen funktioniert. ...weiter
Gender-Aspekte in der Fortbildung - ein Projekt des BMFSFJ und der BAköV
Wo spielen Gender-Aspekte bei den Inhalten, Methoden und in der Fortbildungsleitung eine Rolle? Wie können Fortbildungsveranstaltungen gleichstellungsorientiert gestaltet werden? Diese Fragen untersucht das Projekt "Gender-Aspekte in der Fortbildung" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) im Bundesministerium des Innern (BMI). In einem partizipativen Prozess werden unter der Projektleitung vom „Forschungsinstituts tifs e.V.“ und vom „Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation e.V.“ (FIAB) bis 2009 gleichstellungsorientierte Arbeitshilfen und Evaluationsinstrumente entwickelt... weiter
„Equal Pay Day” am 15. April
Zum ersten Mal findet dieses Jahr der „Equal Pay Day” auch in Deutschland statt. Initiiert vom Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW Germany) und gefördert vom BMFSFJ wird damit die internationale Idee aufgegriffen, mit einem Aktionstag auf das Verdienstgefälle zwischen Frauen und Männern hinzuweisen... weiter
Fachtagung des GenderKompetenzZentrums "Gleichstellungsorientierte Folgenabschätzung & Wirkungsanalysen - Beispiele und Erfahrungen"
Am Donnerstag, den 10. April 2008 fand in der Humboldt-Universität zu Berlin die Fachtagung "Gleichstellungsorientierte Folgenabschätzung & Wirkungsanalysen - Beispiele und Erfahrungen" statt. Hier finden Sie einen ersten knappen Bericht der Veranstaltung.
Richtlinien zur Umsetzung des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung
Am 10. März 2008 sind die Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Umsetzung des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen veröffentlicht worden. Die Ziele des "Professorinnenprogramm" sind: die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen des Wissenschaftsbereichs zu steigern. Das Programm fördert die Anschubfinanzierung zu Erstberufungen von Frauen auf unbefristete W 2- und W 3-Professuren. Antragsberechtigt sind Hochschulen in Deutschland. Anträge auf Förderung (Gleichstellungskonzepte) können dem Projektträger zum 16. Juni 2008 und zum 2. März 2009 vorgelegt werden.
Bundestagsausschuss-Anhörung „Frauen in der Wissenschaft und Gender in der Forschung”
Am 18.2.2008 führte der Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine öffentliche Anhörung zu den beiden Themen Frauen in der Wissenschaft und Gender in der Forschung durch.
Zehn Sachverständige aus Wissenschafts- und Forschungsorganisationen, darunter auch Prof. Dr. Susanne Baer, präsentierten pointierte Stellungnahmen zur Bestandsaufnahme und zu Handlungsoptionen und beantworteten die zahlreichen Fragen der Abgeordneten... weiter
Gender Lectures des GenderKompetenzZentrums: „Schema F“: Geschlechterstereotype in Wissenschaft und Gesellschaft – ungebrochen?
Im Sommersemester 2008 setzt das GenderKompetenzZentrum die Gender Lectures zum Schwerpunktthema „Schema F“: Geschlechterstereotype in Wissenschaft und Gesellschaft – ungebrochen? fort. Weitere Informationen finden Sie hier.
Neuerscheinungen und Literaturhinweise
Dritte Bilanz zur Chancengleichheit in der Privatwirtschaft
Die Bundesregierung und die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft bilanzieren zum dritten Mal die "Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft" aus dem Jahr 2001. Die dritte Bilanz Chancengleichheit, die im Juni 2008 veröffentlicht wurde, trägt den Untertitel „Europa im Blick”, da – wo möglich – international vergleichende Daten herangezogen werden, um die Lage in Deutschland besser einschätzen zu können.
Wissenschaftliche Analyse der Mediendebatte um Gender Mainstreaming
Im letzten Jahr beschäftigten sich einige Zeitungen intensiv mit Gender Mainstreaming – häufig mit Polemik und Diffamierung. Die Mediendebatte, die auch schon Thema einer Gender Lecture des GenderKompetenzZentrums war, ist nun in einer sozialwissenschaftlichen Abschlussarbeit detailliert analysiert worden ... weiter
„Global Gender Gap” - Wie steht es international um die Gleichstellung?
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) vergleicht mit seiner Studie zum „Global Gender Gap” den Stand von Gleichstellung in 128 Ländern. Die Spitzenplätze werden - wie im Vorjahr – von den Nordischen Ländern Schweden, Finnland, Norwegen und Island belegt. Hier finden Sie weitere Informationen zu Inhalt und Methodik.
Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zum Gender Pay Gap: „Betreuung könnte Lücke schmälern”
Das Verdienstgefälle zwischen Frauen und Männern hat viele Ursachen. Neben Berufswahl, Bildung und Segregation macht sich auch eine z.B. kinderbedingte Berufspause finanziell bemerkbar: Je länger, desto stärker, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft darstellt. Das Institut fordert deshalb den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung besonders für Kinder unter drei Jahren, ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagsbetreuung und -schulen und eine stärkere Aufteilung von Erziehungszeiten zwischen Frauen und Männern.
Hier finden sie die gesamte Studie sowie die entsprechende Presseerklärung.
OECD empfiehlt Abschaffung des Ehegattensplitting und der kostenlosen Ehegattenmitversicherung
Im Wirtschaftsbericht Deutschland 2008, den die OECD am 9. April vergestellt hat, gibt die internationale Organisation Empfehlungen für verschiedene Politikbereiche. Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik rät sie unter anderem, das „System der gemeinsamen Steuerveranlagung von Ehepaaren zu Gunsten der individuellen steuerlichen Veranlagung” in Frage zu stellen... weiter
Alternativen zum Ehegattensplitting – Kurzexpertise zu Steuern und Geschlecht
Unter dem Titel „Gute Gründe für ein Ende des Ehegattensplitting“ haben Christine Färber, Ulrike Spangenberg und Barbara Stiegler im August 2008 eine Kurz-Expertise verfasst. Da sich seit der Einführung des Ehegattensplitting vor 50 Jahren die Geschlechterverhältnisse stark verändert haben, zeigen die Autorinnen anhand von sechs Gründen auf, warum und wie sich eine moderne Steuerpolitik ändern sollte. Z.B. sei das Ehegattensplitting keine Familienförderung, verstärke die Ungleichheiten zwischen Ost- und Westdeutschland, verhindere die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen und es verstoße gegen das Verbot der mittelbaren Benachteiligung. Die ausführliche Beschreibung der Gründe sowie gleichstellungsorientierte Vorschläge für alternative Besteuerungsformen finden Sie in der online verfügbaren Kurzexpertise.
Dokumentation der Fachtagung „Equal Pay als mehrdimensionale Gleichstellungsfrage – Daten und Faktoren”
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – diese Forderung stellte schon die erste Frauenbewegung im 19. Jahrhundert. Die aktuelle Debatte um Entgeltgleichheit oder „Equal Pay” zeigt sehr deutlich, dass dieser schon klassische Skandal immer noch nicht der Geschichte angehört. Was sich jedoch seit dem Aufkommen der Forderung nach Lohngleichheit geändert hat, sind die Ursachen des Verdienstgefälles und nicht zuletzt das Wissen um diese Ursachen.
Die genaue Kenntnis der Faktoren, die das Verdienstgefälle verursachen, ist Grundlage für effektive Maßnahmen. Welche Daten stehen zur Verfügung, um das Verdienstgefälle adäquat zu analysieren? Zu einer Antwort auf diese Frage trug Fachtagung „Equal Pay als mehrdimensionale Gleichstellungsfrage – Daten und Faktoren” des GenderKompetenzZentrums am 19.06.2008 bei.
Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung.
Dokumentation der Fachtagung Zeitpolitik des GenderKompetenzZentrums
„Zeit hat man, oder eben nicht” - ist das so einfach? Woher kommt es, dass sich die Zeitverwendung von Frauen und Männern in ihren vielfältigen Lebenslagen unterscheidet? Was bedeutet es, wenn sie mit ihrer Zeit zufrieden sind – oder eben nicht? Inwiefern kann Gleichstellungspolitik von dem aktuellen gesellschaftlichen Leitbild aus zeitpolitischer Perspektive, das sich an den drei Zielen Sicherheit, Teilhabe und Wahlfreiheit orientiert, profitieren?
Wie die Ressource Zeit mit gleichstellungspolitischen Fragen verknüpft und wie sie entsprechend politisch gestaltbar ist, wurde auf der Fachtagung des GenderKompetenzZentrums der Humboldt-Universität zu Berlin unter dem Titel „Neue Zeiten für die Gleichstellung? Zeitpolitik aus der Gender-Perspektive“ am 18.12.2007 diskutiert.
"Gender Mainstreaming. Gleichstellungsmanagement als Erfolgsfaktor - das Praxisbuch"
Das Geschlechterverhältnis in Bewegung bringen!
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in Verwaltung, Wirtschaftsbetrieben, Politik und dem öffentlichen Leben galt lange Zeit als rein „soziales Thema“. Aber Gleichstellung bewirkt viel mehr: sie fördert das Image, die Kultur und die wirtschaftliche Entwicklung einer Organisation, eines Betriebs oder eines ganzen Landes. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Autorin.
Gleichstellung und öffentliche Vergabe - eine sinnvolle Verknüpfung
Die Bundesregierung arbeitet zur Zeit an der Umsetzung zweier europäischer Richtlinien von 2004 in nationales Recht zur öffentlichen Vergabe von Aufträgen. Damit ist die Hoffnung verbunden, endlich die Berücksichtigung von sozialen Belangen, wie z.B. die Förderung von Gleichstellung im deutschen Vergaberecht zu regeln. Schon seit Jahren erheben Gleichstellungsakteure, wie der Deutsche Juristinnenbund die Forderung... mehr.
„Gender meets Budget“ - Positives Echo für Gender Budgeting
Arbeitsteilung in Paarbeziehungen: Wie „Traditionalisierungsfallen” umgangen werden können
Vielfach wird die stereotype Arbeitsteilung von Paaren als folgenreiches Gleichstellungsproblem beklagt. Eine neue Studie hat empirisch untersucht, wie es Eltern gelingen kann, die „Traditionalisierungsfallen” zu umgehen, und wo sie dabei auf Probleme stoßen... weiter
Neue Website zu GM in Österreich
Frauenministerin Doris Bures, Vorsitzende der Interministeriellen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (IMAG GM) in Österreich, hat auf der neuen Website der IMAG GM zu einer „konsequenten und breiten Anwendung“ von Gender Mainstreaming aufgerufen, da GM eine „wichtige Strategie zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern“ ist. Neben Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene in Österreich sowie Wissenswertes aus dem internationalen und EU-Bereich informiert die Website auch über den Gender Mainstreaming-Leitfaden für die Legistik und die jüngst erschienene Arbeitshilfe für Gender Budgeting in der Verwaltung.
EU Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008 - Herausforderung für die Mitgliedstaaten
Die Europäische Kommission würdigt den Anstieg der Frauenerwerbsquote und das steigende Bildungsniveau von Frauen in dem jüngst erschienen Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008. Doch im gleichen Atemzug wird deutlich herausgestellt, dass nicht nur weiter an der quantitativen Verbesserung der Beschäftigung von Frauen gearbeitet werden muss, sondern gerade auch im Bezug auf die Qualität der Arbeitsplätze sowie die Bezahlung Handlungsbedarf besteht... weiter
Studie zum Arbeitszeitdilemma von Müttern, Vätern und Pflegenden
Eine neue Studie des WSI beleuchtet das Arbeitszeitdilemma von Eltern und Frauen und Männern mit Pflegeverpflichtungen: Trotz familiärer Verpflichtungen Vollzeit erwerbstätig zu sein, bedroht sie selbst und die Familie mit Zeitnot, und Teilzeiterwerbstätigkeit ist meist mit Karriereverzicht verbunden. Als Lösung wird ein Konzept für „Arbeitszeiten im geschlechtergerechten Zweiverdienermodell” vorgeschlagen... weiter
„Ein Blick zurück nach vorn“ – zur Aktualität von Gleichstellung
Wo steht aktuelle Gleichstellungspolitik? Dieser Frage gehen Susanne Baer und Sandra Smykalla und in einem jüngst erschienen Artikel in der Zeitschrift „Betrifft Mädchen“ nach. In einem kursorischen Rückblick werden politische Entwicklungen und Erfahrungen mit der Durchsetzung von Gender Mainstreaming in Deutschland, insbesondere auf der Bundesebene untersucht. Damit verbunden ist ein „Blick nach vorn“ auf politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen von Gleichstellungspolitik heute.
Sandra Smykalla/Susanne Baer: „Ein Blick zurück nach vorn, oder: Warum Gleichberechtigung und Feminismus immer noch aktuell sind“ In: Betrifft Mädchen. Rückenwind oder Gegenwind? - Gender Mainstreaming, 21 (2008) 1, S. 4-10.
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