Aspekte Umwelt
- Arbeitsteilung: Tradierte Muster in der Aufteilung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit führen zu unterschiedlichem Mobilitäts- und Konsumverhalten von Frauen und Männern. Mit GM stellt sich die Frage, welche Auswirkungen das auf den nachhaltigen Umgang mit Energieressourcen und Rohstoffen hat.
- Bewusstsein: In den umweltorientierten Einstellungen und Verhaltensweisen gibt es ein signifikantes Gefälle zwischen den Geschlechtern. Es ist wichtig, das Umweltbewusstsein von Männern und Frauen unterschiedlich und damit erfolgversprechend anzusprechen.
- Wahrnehmung: Männer nehmen Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch die „männliche Brille" häufig immer noch anders wahr als Frauen, sind technikorientierter, risikobereiter und legen weniger Wert auf Prävention. Erneut ist wichtig, Männer und Frauen zielgruppengerecht für Umweltproblematiken zu sensibilisieren.
- Zugang: Frauen und Männer haben unterschiedlich guten Zugang zu Forschung und Erwerbsarbeit, und damit auch ungleiche Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung von neuen Produkten und Technologien. Welche Maßnahmen führen zu besseren Zugangschancen für Frauen - und damit zu nachhaltigeren Produktionsformen?
- Klischees: Tradierte Rollenklischees haben sich in einer pauschal geschlechterdifferenzierenden Wahrnehmung von "männlicher" Produktion und "weiblichem" Konsum, von „maskuliner" Kultur und "femininer" Natur verfestigt. Mit GM geht es in der Umweltpolitik darum, Geschlechterklischees im Umweltschutz als solche zu erkennen und abzubauen.
Instrumente zur Umsetzung von Gender Mainstreaming im Sachgebiet Umwelt
- Der "Leitfaden zur Integration von Genderfragen in ein Sozioökonomisches Monitoring in Nationalparken - Umsetzung von Gender Mainstreaming in sozioökonomischen Erhebungen" wurde von Dr. Doris Hayn vom Institut für sozialökologische Forschung (ISOE) entwickelt. Es unterstützt im Handlungsfeld Daten, speziell beim Monitoring, im Sachgebiet Umwelt, besonders in Naturschutz und Forsten. Es richtet sich an Mitarbeitende von Nationalparkverwaltungen und Forschende. Es wurde im Auftrag des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW im Rahmen eines Pilotprojekts entwickelt und erprobt. Sie können das Instrument herunterladen unter http://www.isoe.de/ftp/nrwgender/Leitfaden_SOEM.pdf
- Das Instrument "Gender Impact Assessment" wurde von Dr. Doris Hayn vom Institut für sozialökologische Forschung (ISOE) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) entwickelt. Es unterstützt speziell bei der Maßnahmen-Folgenabschätzung im Sachgebiet Umwelt und richtet sich u.a. an die Bundesverwaltung. Sie finden mehr Informationen in der Tagungsdokumentation "Instrumente zur Umsetzung von Gender Mainstreaming" finden und können das Instrument herunterladen unter http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/gia_checkliste.pdf.
Weiterführende Literatur:
Hayn, Doris; Schultz, Irmgard: Gender Impact Assessment im Bereich Strahlenschutz und Umwelt – Abschlussbericht, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Frankfurt a. M. 2002
Hayn, Doris/ Schultz, Irmgard: Wissenschaftliche Begleitung zur Einführung des Gender Mainstreaming in die Regelpraxis des BMU – Abschlussbericht, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt a. M. 2004
Weller, Ines et al.: Gender Impact Assessment der Angewandten Umweltforschung Bremen (GIA). Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben 134, Bremen/Frankurt am Main 2003
Weller, Ines et al.: Geschlechterverhältnisse, nachhaltige Konsummuster und Umweltbelastungen, in: Balzer, Ingrid et al.: Sozialökologische Forschung, München 2002
Buchholz, Kathrin; Rüth, Petra van: Stand der Umsetzung der Frauenforderungen der Agenda 21 in der BRD: fünf Jahre nach dem Erdgipfel, Forum Umwelt und Entwicklung, Bonn 1997
Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit (Hg.); Meier-Darimont, Gabriele (Red): Dokumentation der Fachtagung Frauen und Lokale Agenda 21 am 17.6.1998 in Erbach (Odenwald), eine Veranstaltung von Life e.V., FrauenUmweltNetz, Wiesbaden 1998.
Hamburger Senatsamt für die Gleichstellung: Frauen - Nachhaltigkeit - Agenda 21: Dokumentation der Veranstaltung vom 2. Oktober 1997 und der Zukunftswerkstatt vom 26. März 1998; fachliche Kooordination: Inge Kovarik, Hamburg 1998
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE): Leitfaden zur Integration von Genderfragen in ein Sozioökonomisches Monitoring in Nationalparken. Umsetzung von Gender Mainstreaming in sozioökonomischen Erhebungen, Frankfurt 2005
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Referat für Öffentlichkeitsarbeit: Umweltpolitik. Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro, Dokumente: Agenda 21, Kapitel 24, Bonn
Bouvret, Florence: Towards Sustainable Development? Gender Mainstreaming and Environmental Integration in the European Commission: A comparative Analysis, Brüssel 2001
Razavi, Shahra; Miller, Carol: Gender Mainstreaming - A Study of Efforts by the UNDP, the World Bank and the ILO to Institutionalize Gender Issues; United Nations Research Institute for Social Development (Hg.), Genf 1995
Schultz, Irmgard: Zum Instrument eines Gender Impact Assessment (dargestellt am Beispiel der geschlechtsspezifischen Wirkungsabschätzung des 5. Rahmenprogramms der EU), in: Gender & Environment in der praktischen Umweltpolitik, Reihe "Dokumentationen der Heinrich Böll Stiftung" Nr. 10, Berlin 2001
Nebelung, Andreas; Poferl, Angelika; Schultz, Irmgard: Geschlechterverhältnisse - Naturverhältnisse. Feministische Auseinandersetzungen und Perspektiven der Umweltsoziologie, Soziologie und Ökologie Nr. 6, Opladen 2001
Genanet - Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE): Hintergrundtexte zu Gender im Umweltbereich
Gender Mainstreaming im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
Hayn, Doris/ Schultz, Irmgard: Wissenschaftliche Begleitung zur Einführung des Gender Mainstreaming in die Regelpraxis des BMU – Abschlussbericht, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt a. M. 2004
Weller, Ines et al.: Gender Impact Assessment der Angewandten Umweltforschung Bremen (GIA). Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben 134, Bremen/Frankurt am Main 2003
Weller, Ines et al.: Geschlechterverhältnisse, nachhaltige Konsummuster und Umweltbelastungen, in: Balzer, Ingrid et al.: Sozialökologische Forschung, München 2002
Buchholz, Kathrin; Rüth, Petra van: Stand der Umsetzung der Frauenforderungen der Agenda 21 in der BRD: fünf Jahre nach dem Erdgipfel, Forum Umwelt und Entwicklung, Bonn 1997
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Hamburger Senatsamt für die Gleichstellung: Frauen - Nachhaltigkeit - Agenda 21: Dokumentation der Veranstaltung vom 2. Oktober 1997 und der Zukunftswerkstatt vom 26. März 1998; fachliche Kooordination: Inge Kovarik, Hamburg 1998
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Genanet - Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE): Hintergrundtexte zu Gender im Umweltbereich
Gender Mainstreaming im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW

