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Aspekte Gremien

  • Repräsentation: Gremien besitzen besondere Einflußmöglichkeiten und Entscheidungskompetenzen in ihrem jeweiligen Sachgebiet, von deren Auswirkungen Männer und Frauen betroffen sind. Frauen und Männer sind jedoch oft in ungleicher Anzahl in Gremien vertreten. Je höher ein Gremium in einer Hierarchie angesiedelt ist bzw. je wichtiger eine Position innerhalb eines Gremiums ist, desto männlicher ist meist die Besetzung. Gender Mainstreaming liefert Instrumente, um zu einer ausgewogenen Repräsentation von Männern und Frauen in Gremien zu gelangen.
  • Zielgruppen: Gremien richten sich mit ihrer inhaltlichen Arbeit an bestimmte Zielgruppen, die in den meisten Fällen Männer und Frauen umfassen. Traditionell werden jedoch die Lebenslagen von Männern stillschweigend zum Maßstab von Gremienarbeit und -berichten. Mit Gender Mainstreaming kann eine einseitige Ausrichtung vermieden und es können Inhalte zielgruppengerechter vermittelt werden.
  • Öffentlichkeit: Gremien stehen oft unter besonderer öffentlicher Beobachtung. Gleichstellung von Männern und Frauen wird in der Öffentlichkeit als wichtiges Thema wahrgenommen und als Bewertungskriterium für erfolgreiche Gremienarbeit herangezogen. Eine geschlechtssensible Öffentlichkeitsarbeit gewinnt in Gremien auch für scheinbar gender-ferne Inhalte zunehmend an Bedeutung.
  • Sachverstand: Wissen um die Welt beinhaltet notwendig auch Wissen um Männer und um Frauen in ihrer Unterschiedlichkeit, also um Gender. Daher ist es wichtig, in der Gremienarbeit Gender-Kompetenz zu sichern.

Weiterführende Literatur:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: 1. Datenreport zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland – Kapitel 6: Politische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement, erstellt vom Deutschen Jugendinstitut in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt, Berlin 2005.

Krell, Gertraude (Hg.), Chancengleichheit durch Personalpolitik – Gleichstellung von Frauen und Männern in Unternehmen und Verwaltungen, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1998.

Fried, Andrea; Wetzel, Ralf; Baitsch, Christof: Wenn zwei das Gleiche tun ...: Diskriminierungsfreie Personalbeurteilung, vdf, Hochschulverlag an der ETH, Zürich 2000.

Cockburn, Cynthia: Blockierte Frauenwege. Wie Männer Gleichheit in Institutionen und Betrieben verweigern, Argument-Sonderband Neue Folge 212, Hamburg 1993.

Lange,Ralf: Männer – Macht – Management. Zur sozialen Konstruktion von hegemonialer Männlichkeit im Management von Organisationen, in: Multioptionale Männlichkeiten? Widersprüche, Heft 67/1998, S. 45-61.

Krannich, Margaret (Hg.), Geschlechterdemokratie in Organisationen, Dokumentation einer Fachtagung vom 10. und 11. Juni 1999 der Hessischen Stiftung für Demokratie und Ökologie, der Heinrich-Böll-Stiftung u.a., Frankfurt a. M. 1999.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hg.): Vierter Bericht der Bundesregierung über den Anteil von Frauen in wesentlichen Gremien im Einflussbereich des Bundes, Berlin 2007.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hg.): Dritter Bericht der Bundesregierung über den Anteil von Frauen in wesentlichen Gremien im Einflussbereich des Bundes, Berlin 2002.

Hrzan, Daniela: Recherche zu Frauenquoten in Aufsichtsräten in Norwegen und Schweden, 2005

DIW Wochenbericht: "Führungskräfte im internationalen Vergleich: Frauen in Aufsichtsräten in Deutschland meist von Arbeitnehmervertretungen entsandt", Nr. 35/2005




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Letzte Aktualisierung 03.04.2006
 
 
Lehrstuhl Prof. Dr. S. Baer LL.M.
 
 

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