Lebenslagen
Lebenslagen
Der Begriff der Lebenslagen ist ein Konzept der Ungleichheitsforschung. Lebenslagen meint, dass Menschen - als einzelne oder als Gruppen - unterschiedliche Lebensbedingungen haben und deshalb in unterschiedlicher Weise von gesellschaftlichen Ressourcen profitieren können bzw. benachteiligt sind. Lebenslagen unterscheiden sich z.B. durch objektive Faktoren, wie die Berufsposition oder das Einkommen, das Vermögen, die Wohnsituation, die Gesundheit bzw. die gesundheitlichen Risiken oder auch das Bildungs- oder Freizeitangebot der Region, um nur einige zu nennen. Auch subjektive Faktoren spielen eine Rolle bei dem Konzept der Lebenslagen, denn sie drücken unterschiedliche Umgangsweisen aus, so z.B. Deutungs- oder Verarbeitungsmuster, Wahrnehmungen und Wertmaßstäbe. Lebenslagen beinhalten aus diesem Grund verschiedene „Verwirklichungschancen“ (Sen). Mit dem Begriff der Lebenslagen lassen sich also unterschiedliche Lebensverhältnisse in einer mehrdimensionalen Perspektive beschreiben.
Literatur
Sen, Amartya (2000): Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirschaft, München, 2000.
Smy
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last modified
2010-07-28 15:35





