Schriftenreihe
"Gender kompetent. Beiträge aus dem GenderKompetenzZentrum"
Die Schriftenreihe, die von Susanne Baer und Karin Hildebrandt herausgegeben wird und im Kleine Verlag erscheint, versteht sich als Forum für den Informationsaustausch und die kritische Diskussion von Beiträgen der Geschlechterforschung und der Umsetzung von Gender Mainstreaming in das Verwaltungshandeln. Ziel der Reihe ist somit eine bessere Vermittlung von Wissenschaft und Praxis sowie eine breite und innovative Thematisierung von Gleichstellungsfragen. Die Schriftenreihe richtet sich an eine breite Fachöffentlichkeit im Bereich der Geschlechterforschung als auch an Interessierte in (Gleichstellungs-)Politik und Verwaltung.
Im ersten Band der Schriftenreihe "Gender kompetent" sowie auf der Homepage des Kleine Verlags finden Sie eine Vorstellung der Buchreihe.
Band 4 in Vorbereitung
Band 3: "Gleichberechtigte Familien? Wissenschaftliche Diagnosen und politische Perspektiven"
Erschienen Juli 2007
Familie ist im Wandel. Das zeigen nicht zuletzt die Pluralisierung von Familien- und Lebensformen und abnehmende Geburtenzahlen in Deutschland. Dieser Wandel ist auch bedingt durch den Wandel der Geschlechterverhältnisse.
Wie sieht nun der Zusammenhang zwischen Familien- und Geschlechterverhältnissen genau aus? Und wie kann vor diesem Hintergrund eine gleichstellungsorientierte Familienpolitik gestaltet werden?
Dieser Band trägt dazu wissenschaftliche Befunde, Daten und Handlungsorientierungen aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammen. Eine zukunftsfähige Familienpolitik, das lässt sich zeigen, kommt nicht ohne politische Anstrengungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen aus. Die Anerkennung der realen Vielfalt von Familien ist Voraussetzung und Ziel zugleich.
Susanne Baer und Julia Lepperhoff werfen die Frage nach dem Verhältnis zwischen Familie und Gleichstellung von Frauen und Männern auf. Hans Bertram zeigt vor dem Hintergrund des Geburtenrückgangs und dem Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft die Modernisierung von Vater-, Frauen- und Kinderrolle auf. Sabine Berghahn betrachtet das Verfassungsrecht zu Art. 3 und Art. 6 des Grundgesetzes und seinen Wandel. Uta Meier-Gräwe geht strukturellen Ursachen und persönlichen Motiven von Frauen und Männern für Kinderlosigkeit nach und plädiert für einen Umbau der Arbeitsgesellschaft sowie von Familien- und Bildungspolitik. Ingelore Welpe befasst sich mit dem Zusammenhang von akademischer Bildung und Kinderlosigkeit und präsentiert Einstellungen von Akademikerinnen zum Kinderwunsch. Jutta Rump und Silke Eilers verweisen darauf, dass Familienpolitik auch Wirtschaftspolitik ist und verdeutlichen das Potenzial von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Unternehmenssicht. Mechtild Oechsle diskutiert Ambivalenzen des Work-Life-Balance-Konzeptes mit Blick auf Geschlechterverhältnisse und Gleichstellungsfragen. Ingeborg Schwenzer entwirft Grundelemente eines modernen Familienrechts, das einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung leisten kann. Julia Lepperhoff zeigt die mit dem Wandel von Familienleitbildern verbundenen Geschlechterkonstruktionen auf und skizziert gleichstellungspolitische Perspektiven für die Familienpolitik.
Band 2: "Gender und Lebenserwartung"
Erschienen November 2006
Mit dem Band wird an das Fachgespräch „Frauen leben länger? Männer leben (also) kurz???“ angeknüpft.
Frauen leben länger als Männer - zumindest im Durchschnitt. Wie sieht dieser Unterschied bei der Lebenserwartung genau aus? Und wie lässt er sich erklären? Dieser Band bündelt aktuelle Daten zur Lebenserwartung von Frauen und Männern sowie neue Erklärungsansätze und Befunde zum Thema. Eine vertiefte Gender-Perspektive erlaubt es, die Wirkungszusammenhänge zwischen biologischen Faktoren sowie verhaltensbedingten bzw. gesellschaftlichen Faktoren genauer zu bestimmen. Auch die Unterschiede innerhalb der Gruppen der Frauen und der Männer werden in den Blick genommen. Die männliche »Übersterblichkeit« erweist sich dabei als ein Phänomen, das nicht biologisch begründet ist, sondern mit spezifischen Lebensweisen zusammenhängt. Damit macht der Band auf die gleichstellungspolitische Relevanz des Themas aufmerksam.
Jochen Geppert und Jutta Kühl stellen einleitend die einzelnen Beiträge vor und heben Bezüge zur Gender-Forschung hervor. Cornelia Lange gibt einen Überblick über die Entwicklung der Lebenserwartung von Frauen und Männern seit 1990 und die wesentlichen geschlechtsbezogenen Unterschiede bei den Todesursachen. Marc Luy stellt die Ergebnisse seiner »Klosterstudie« vor, in der er die Lebenserwartung 25-jähriger Mönche und Nonnen mit Männern und Frauen der deutschen Allgemeinbevölkerung vergleicht. Uwe Helmert, Wolfgang Voges und Rolf Müller gehen anhand von Daten aus dem Lebenserwartungssurvey sowie von Krankenkassendaten auf die Bedeutung sozialschichtspezifischer und berufsbezogener Faktoren für die Mortalität ein. Elmar Brähler und Martin Merbach stellen die geschlechtsbezogenen Unterschiede bei Verhaltensweisen dar, die als wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung schwerer bzw. tödlicher Erkrankungen und Verletzungen gelten. Auf der Grundlage eines Lebensstil-Ansatzes analysieren Marc Luy und Paula Di Giulio die Daten des deutschen Lebenserwartungssurveys bezüglich der Ursachen der Lebenserwartungsdifferenz. Sebastian Schädler skizziert, wie ein früher Tod in kulturelle Konstruktionen von Männlichkeit eingeschrieben ist und lenkt den Blick auf kulturelle Konstruktionsweisen von Geschlechtlichkeit und das darin manifest werdende Verhältnis zum Tod.
Band 1: "Gender Mainstreaming in der Personalentwicklung. Diskriminierungsfreie Leistungsbewertung im öffentlichen Dienst"
Erschienen Oktober 2006
Mit dem ersten Band der Reihe »Gender kompetent« wird ein sehr aktuelles Thema der Personalentwicklung aufgegriffen - Diskriminierungsfreie Leistungsbewertung.
Durch den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ist das Leistungsprinzip gestärkt worden. Zukünftig soll ein wachsender Anteil des Entgelts als Leistungskomponente ausgezahlt werden. Ziel ist, den öffentlichen Dienst insgesamt effizienter und zielorientierter auszurichten und die Motivation der Beschäftigten zu erhöhen. Dabei wird den Fragen, die für eine moderne öffentliche Verwaltung relevant sind, nachgegangen:
• Welche Bedeutung haben diskriminierungsfreie Verfahren der Leistungsbewertung für das moderne Personalmanagement?
• Wie lässt sich Gleichstellungsorientierung konkret realisieren?
Im vorliegenden Sammelband werden aus der Perspektive von Wissenschaft, Verwaltung und Beratung Wege einer gleichstellungsorientierten Personalentwicklung aufgezeigt.
Dietrich Englert verdeutlicht, dass ein gleichstellungsorientierter Kulturwandel vor dem Hintergrund von Diskriminierungsgefahren eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Reform ist. Alexander Leist erläutert die Tarifreform mit Blick auf Leistungsbewertung und Leistungsentgelt. Er geht auf Zielvereinbarungssysteme, systematische Bewertungsverfahren und Mischverfahren ein. Gertraude Krell schildert wichtige Grundlagen für eine diskriminierungsfreie Leistungsbewertung auf der Basis eines Gleichstellungscontrollings. Karin Tondorf zeigt anhand empirischer Untersuchungen zu diskriminierenden Effekten bei der Beurteilung, dass in der öffentlichen Verwaltung Handlungsbedarf besteht. Frank Dulisch setzt sich mit Schwierigkeiten der Etablierung einer transparenten Leistungskultur auseinander. Der Beitrag von Carmen Gerstmann-Fricke und Susan Santüns erläutert aus der Praxis der Deutschen Rentenversicherung Bund, dass mit einem integrierten gleichstellungsorientierten Personalentwicklungskonzept ein Organisationswandel in Gang gesetzt werden kann. Eine geschlechtergerechte Handlungshilfe für die Beurteilung stellt Friedel Schreyögg vor. Christoph Baitsch und Christian P. Katz verweisen in ihrer Beschreibung des Modells »AbakabaPerson« auf die Bedeutung sorgfältig gestalteter Instrumente. Der Leitfaden des Bundesministerium des Inneren zur Leistungsbewertung - eingeführt von Bettina Lösch-Busse - und eine differenzierte Prüfliste für Beurteilende von Friedel Schreyögg befinden sich im Anhang.
"Gender Works! Gender Mainstreaming: Gute Beispiele aus der Facharbeit"
Erschienen im Peter Lang Verlag 2007.
In den letzten Jahren ist eine Vielzahl von Publikationen zu Gender Mainstreaming erschienen. lmmer noch gibt es allerdings zu wenig Wissen über die praktische Umsetzung dieser neuen Gleichstellungsstrategie. In diesem Band sind daher Beiträge zu Chancen, Barrieren und besonderen Herausforderungen bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming und Berichte über Best Practices versammelt. Gender Works ist ein unerlässliches Buch für gleichstellungspolitisch Aktive aus der Praxis und Akteure aus der anwendungsorientierten Forschung, die auf der Suche nach Erfahrungen und Anregungen zu Gender-Aspekten in unterschiedlichen Sachthemen sind oder mehr über die Implementierung von Gender Mainstreaming in unterschiedlichen Organisationstypen wissen wollen.
«Gender Works! liefert wertvolle Anregungen zur Anwendung von Gender- Mainstreaming in unterschiedlichen Organisationsformen und ist damit für gleichstellungspolitisch Aktive eine unerlässliche Lektüre. Richtig gut!»
(Vernetzungsstelle.de)
Aus dem Inhalt:
- Susanne Baer/Karin Hildebrandt: Vorwort und Einleitung
- Mieke Verloo: What could be Good Practice in Gender Mainstreaming?
- Petra Ahrens/Sandra Lewalter: Auf der Suche nach guten Beispielen -
Auswahl- und Qualitätskriterien für gute Beispiele im Rahmen von Gender Mainstreaming
- Anne Rösgen: Gender Mainstreaming in der Facharbeit: Eine Einführung
- Friederike Koch: Gender Mainstreaming in betrieblichen Reorganisationsprozessen:
Berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern in den v. Bodelschwingschen Anstalten Bethel
- Ute Brammsen: Gender Mainstreaming und Qualitätsmanagement in der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH
- Kristin Körner: Gender Mainstreaming in Leistungsvereinbarungen:
Zuwendungsvertrag und Zielvereinbarung für die Sportförderung im Land Sachsen-Anhalt - Dokumentation des Anwendungsprojektes
- Christine Färber/Jochen Geppert: Gender Mainstreaming in der Sportförderung am Beispiel des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg
- Eva Katharina Gottwalles: Gender Mainstreaming im MAGDALENA Caritas Kinder- und Jugendzentrum
- Franz K. Schön: Implementierung von Gender Mainstreaming in der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
- Ulrike Seifert: Chancengleichheit für Frauen und Männer im Deutschen Alpenverein
- Cornelia Lange: Gender Mainstreaming in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes
- Julia Lademann/Petra Kolip: Geschlechterbezogene Gesundheitsberichterstattung:
Der Bericht «Gesundheit von Frauen und Männern im mittleren Lebensalter» des Robert Koch-Instituts
- Rüdiger Meierjürgen/Rainer Wieland: Gender Mainstreaming und betriebliche Gesundheitsförderung -
Überlegungen zur gender-spezifischen Bewertung des Arbeitsunfähigkeitsgeschehens mit Daten der gesetzlichen Krankenkassen am Beispiel des BARMER Gesundheitsreports
Auf der Homepage des Peter Lang Verlags finden Sie weitere Informationen.

