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Arbeitsgruppe II „GM im Sachgebiet Gesundheit“

Die Arbeitsgruppe II „GM im Sachgebiet Gesundheit“ wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Jutta Kühl geleitet. Nach einführenden Worten von ihr sprach Dr. Cornelia Lange vom Robert Koch-Institut über „GM in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes“. Frau Lange schilderte anschaulich, wie GM in den einzelnen Arbeitsphasen der Gesundheitsberichterstattung umgesetzt wird. Gute Beispiele können, so Frau Lange, auch als Steuerungsmittel dienen, indem sie fachliche Standards setzen. Ein neuer Bericht des Robert Koch-Institutes wird in diesem Sinne einen fachlichen Standard für die Berücksichtigung von Gender bei der Datenauswertung setzen: „Gesundheit von Frauen und Männern in mittleren Lebenslagen“.

Dieser Bericht ist von der zweiten Referentin der Arbeitsgruppe, Julia Lademann von der Universität Bremen, die zusammen mit Prof. Petra Kolip und anderen erstellt worden. Frau Lademann präsentierte in ihrem Vortrag konzeptionelle Überlegungen, die mit der Umsetzung von GM in diesem Bericht einhergingen. Darüber hinaus zeigte sie anhand von konkreten Beispielen, dass es nicht nur aus fachlichen Gründen notwendig ist, geschlechterdifferenzierte Daten weiter auszudifferenzieren. Vielmehr veranschaulichte sie, dass diese fachlichen Standards realisierbar und mit vertretbarem Aufwand machbar sind.
Sie schloss ihren Vortrag mit einigen Ergebnissen des Berichtes zur Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung.
Daran anknüpfend berichtete abschließend Dr. Rüdiger Meierjürgen von der BARMER, über die „Umsetzung von GM in den Präventionsangeboten der BARMER Ersatzkasse“. Er zeigte, wie die BARMER Ersatzkasse das eigene Präventionsangebot geschlechtssensibel gestaltet hat sowohl in der Konzeption der Angebote als auch in den Ansprachekonzepten.

In der Diskussion dieser Arbeitsgruppe wurde betont, dass es nicht nur notwendig ist, Daten geschlechter- und nach weiteren Kriterien differenziert zu erheben und darzustellen, sondern es bestand Einigkeit darin, dass bei der Interpretation der Daten, Erkenntnisse der Geschlechterforschung genutzt werden müssen. In diesem Zusammenhang wies Herr Meierjürgen darauf hin, dass beispielsweise eine wirksame betriebliche Gesundheitsförderung auch strukturelle Gender-Aspekte, wie z.B. unterschiedliche Tätigkeiten von Frauen und Männern in einem Betrieb, reflektieren muss.
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Letzte Aktualisierung 21.11.2005
 
 
Lehrstuhl Prof. Dr. S. Baer LL.M.
 
 

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