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Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem GenderKompetenzZentrum. Über die Navigationszeile oben können Sie unter Gender Lectures, Fachtagungen und Forum Gleichstellung Informationen und Kurzberichte zu allen vergangenen und zukünftig geplanten Veranstaltungen des GenderKompetenzZentrums finden, sowie sich über unsere Schriftenreihe "Gender kompetent. Beiträge aus dem GenderKompetenzZentrum" und unseren Newsletter "GenderKompetenzMail" informieren.
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Ältere Nachrichten finden Sie im Archiv.

 

„Global Gender Gap” - Wie steht es international um die Gleichstellung?

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) vergleicht mit seiner Studie zum „Global Gender Gap” den Stand von Gleichstellung in 128 Ländern. Die Spitzenplätze werden - wie im Vorjahr – von den Nordischen Ländern Schweden, Finnland, Norwegen und Island belegt. Hier finden Sie weitere Informationen zu Inhalt und Methodik.
 

Gender-Aspekte in der Fortbildung - ein Projekt des BMFSFJ und der BAköV

Wo spielen Gender-Aspekte bei den Inhalten, Methoden und in der Fortbildungsleitung eine Rolle? Wie können Fortbildungsveranstaltungen gleichstellungsorientiert gestaltet werden? Diese Fragen untersucht das Projekt "Gender-Aspekte in der Fortbildung" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) im Bundesministerium des Innern (BMI). In einem partizipativen Prozess werden unter der Projektleitung vom „Forschungsinstituts tifs e.V.“ und vom „Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation e.V.“ (FIAB) bis 2009 gleichstellungsorientierte Arbeitshilfen und Evaluationsinstrumente entwickelt... weiter

 

OECD empfiehlt Abschaffung des Ehegattensplitting und der kostenlosen Ehegattenmitversicherung

Im Wirtschaftsbericht Deutschland 2008, den die OECD am 9. April vergestellt hat, gibt die internationale Organisation Empfehlungen für verschiedene Politikbereiche. Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik rät sie unter anderem, das „System der gemeinsamen Steuerveranlagung von Ehepaaren zu Gunsten der individuellen steuerlichen Veranlagung” in Frage zu stellen... weiter

 

Richtlinien zur Umsetzung des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung

Am 10. März 2008 sind die Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Umsetzung des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen veröffentlicht worden. Die Ziele des "Professorinnenprogramm" sind: die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen des Wissenschaftsbereichs zu steigern. Das Programm fördert die Anschubfinanzierung zu Erstberufungen von Frauen auf unbefristete W 2- und W 3-Professuren. Antragsberechtigt sind Hochschulen in Deutschland. Anträge auf Förderung (Gleichstellungskonzepte) können dem Projektträger zum 16. Juni 2008 und zum 2. März 2009 vorgelegt werden.
 



Veranstaltungen

 

„Equal Pay Day” am 15. April

Zum ersten Mal findet dieses Jahr der „Equal Pay Day” auch in Deutschland statt. Initiiert vom Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW Germany) und gefördert vom BMFSFJ wird damit die internationale Idee aufgegriffen, mit einem Aktionstag auf das Verdienstgefälle zwischen Frauen und Männern hinzuweisen... weiter

 

Zum Internationalen Frauentag 2008 - Gleichstellungspolitik heute

Wieso eigentlich ein Frauentag in Zeiten von Gender Mainstreaming, Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz und Gender- & Diversity Studies?

Der Internationale Frauentag ist Anlass, die Anstrengungen zu intensivieren, den Gleichheitsgrundsatz für alle Menschen durchzusetzen, und sich für den weltweiten Abbau von Diskriminierung zu engagieren. Gleichstellungspolitik in Deutschland hat zwar schon viel erreicht, aber auch noch viel vor sich, um die in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes geforderte tatsächliche Gleichstellung umzusetzen... weiter

 

Fachtagung des GenderKompetenzZentrums "Gleichstellungsorientierte Folgenabschätzung & Wirkungsanalysen - Beispiele und Erfahrungen"

Am Donnerstag, den 10. April 2008 fand in der Humboldt-Universität zu Berlin die Fachtagung "Gleichstellungsorientierte Folgenabschätzung & Wirkungsanalysen - Beispiele und Erfahrungen" statt. Hier finden Sie einen ersten knappen Bericht der Veranstaltung.

 

Fachtagung zu E-Learning und Gender-Aspekten

Am 16. und 17. April führt das Bildungsnetz Brandenburg in der IHK Potsdam seine 2. Fachtagung "Lernen mit digitalen Medien" durch. Im Vordergrund stehen modellhafte E-Learning-Projekte nicht nur aus Brandenburg, sondern auch aus anderen Bundesländern. Erstmals sind Gender-Fragen explizit in das Programm eingeflochten: neben einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Heidi Schelhowe, Universität Bremen, werden u. a. für die Bereiche Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft konzipierte und erprobte Gender Mainstreaming-Lernprogramme vorgestellt und das "Web 2.0" aus der Gender-Perspektive beleuchtet. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm, zum Forum IV: Gender und Digitale Medien und zur Anmeldung.

 

Workshop Facetten der Intersektionalität. Zur Produktivität einer Forschungsperspektive

Veranstaltet von den Gender Studies in Hamburg

Das Konzept der „Intersektionalität“ wird für theoretische und empirische Forschungen zu den Entstehungsprozessen von gesellschaftlichen Ungleichheiten zunehmend bedeutsamer. Dabei bezeichnet Intersektionalität einen Ansatz, der die Wechelwirkung von unterschiedlichen Ungleichheitskategorien wie Geschlecht, Klasse und Race in der Analyse gesellschaftlicher Prozesse mit einbezieht. Ähnlich wie das Konzept der Interdependenzen, dass in der Gender-Forschung die Kategorie Gender in Wechselwirkung mit ethnischer Herkunft, Alter, sexueller Orientierung, Religion, Kapazität und sozialer Herkunft sieht.
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen diskutierten am 25. – 27. Januar in Hamburg die Reichweiten und Grenzen des Konzeptes...weiter
 

Bundestagsausschuss-Anhörung „Frauen in der Wissenschaft und Gender in der Forschung”

Am 18.2.2008 führte der Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung eine öffentliche Anhörung zu den beiden Themen Frauen in der Wissenschaft und Gender in der Forschung durch.
Zehn Sachverständige aus Wissenschafts- und Forschungsorganisationen, darunter auch Prof. Dr. Susanne Baer, präsentierten pointierte Stellungnahmen zur Bestandsaufnahme und zu Handlungsoptionen und beantworteten die zahlreichen Fragen der Abgeordneten... weiter

 

Gender Lectures des GenderKompetenzZentrums: „Schema F“: Geschlechterstereotype in Wissenschaft und Gesellschaft – ungebrochen?

Im Wintersemester 2007/08 widmen sich die Gender Lectures einem neuen Schwerpunktthema „Schema F“: Geschlechterstereotype in Wissenschaft und Gesellschaft – ungebrochen?. Weitere Informationen finden Sie hier.


 

GenderAlp! Chancengleichheit in Raumplanung und öffentlichen Budgets

GenderAlp! ist ein Projekt in Österreich innerhalb der Gemeinschaftsinitiative INTERREG des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Am 27. November 2007 veranstaltete das Land Salzburg als Abschluss des Projekts „GenderAlp! Raumentwicklung für Frauen und Männer“ die internationale Fachtagung „Standortfaktor: Mensch“ in Salzburg.

Hier finden Sie weitere Informationen.

 

Gleichstellungsorientierung im EFRE

Am 7.11.2007 fand im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Fachgespräch zur „Gleichstellungsorientierung im Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE)“ statt. Es wurde vom BMFSFJ gemeinsam mit dem GenderKompetenzZentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet. Mit Teilnehmenden aus 11 EFRE-Fondsverwaltungen der Bundesländer sowie mehreren Bundesressorts hatte die Veranstaltung eine sehr gute Resonanz.
Mehr zu der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Bedeutung für die Implementierung von Gleichstellung als Querschnittsaufgabe

Zu diesem Thema hat am 17. Oktober 2007 ein Fachgespräch des GenderKompetenzZentrums stattgefunden. Eingeladen waren die GM-Zuständigen aller Ressorts. Es ging um strategische Überlegungen, wie das AGG für die Weiterentwicklung von Gleichstellungsorientierung in den einzelnen Häusern genutzt werden kann.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 



Neuerscheinungen und Literaturhinweise

 

Dokumentation der Fachtagung Zeitpolitik des GenderKompetenzZentrums

„Zeit hat man, oder eben nicht” - ist das so einfach? Woher kommt es, dass sich die Zeitverwendung von Frauen und Männern in ihren vielfältigen Lebenslagen unterscheidet? Was bedeutet es, wenn sie mit ihrer Zeit zufrieden sind – oder eben nicht? Inwiefern kann Gleichstellungspolitik von dem aktuellen gesellschaftlichen Leitbild aus zeitpolitischer Perspektive, das sich an den drei Zielen Sicherheit, Teilhabe und Wahlfreiheit orientiert, profitieren?
Wie die Ressource Zeit mit gleichstellungspolitischen Fragen verknüpft und wie sie entsprechend politisch gestaltbar ist, wurde auf der Fachtagung des GenderKompetenzZentrums der Humboldt-Universität zu Berlin unter dem Titel „Neue Zeiten für die Gleichstellung? Zeitpolitik aus der Gender-Perspektive“ am 18.12.2007 diskutiert.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Fachtagung.

 

Gleichstellung und öffentliche Vergabe - eine sinnvolle Verknüpfung

Die Bundesregierung arbeitet zur Zeit an der Umsetzung zweier europäischer Richtlinien von 2004 in nationales Recht zur öffentlichen Vergabe von Aufträgen. Damit ist die Hoffnung verbunden, endlich die Berücksichtigung von sozialen Belangen, wie z.B. die Förderung von Gleichstellung im deutschen Vergaberecht zu regeln. Schon seit Jahren erheben Gleichstellungsakteure, wie der Deutsche Juristinnenbund die Forderung... mehr.

 

„Gender meets Budget“ - Positives Echo für Gender Budgeting

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat die Dokumentation der Europäischen Fachkonferenz „ Die Verteilung macht's – Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit durch geschlechtersensible Haushalte“ veröffentlicht, zu der 138 Personen aus 30 Staaten in Frankfurt am Main im Juni 2007 zusammengekommen waren. Präsentiert werden Redebeiträge, Ergebnisse der Arbeitsgruppen, Schlussfolgerungen der Konferenz und Best Practice-Beispiele. Das Anliegen, „mehr Chancengleichheit sowie größere Transparenz und mehr Effizienz beim Managen öffentlicher Haushalte“ (Vorwort des BMFSFJ) zu erlangen, wird in den Beiträgen in vielfältigen Perspektiven veranschaulicht.

 

Arbeitsteilung in Paarbeziehungen: Wie „Traditionalisierungsfallen” umgangen werden können

Vielfach wird die stereotype Arbeitsteilung von Paaren als folgenreiches Gleichstellungsproblem beklagt. Eine neue Studie hat empirisch untersucht, wie es Eltern gelingen kann, die „Traditionalisierungsfallen” zu umgehen, und wo sie dabei auf Probleme stoßen... weiter

 

Neue Website zu GM in Österreich

Frauenministerin Doris Bures, Vorsitzende der Interministeriellen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (IMAG GM) in Österreich, hat auf der neuen Website der IMAG GM zu einer „konsequenten und breiten Anwendung“ von Gender Mainstreaming aufgerufen, da GM eine „wichtige Strategie zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern“ ist. Neben Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene in Österreich sowie Wissenswertes aus dem internationalen und EU-Bereich informiert die Website auch über den Gender Mainstreaming-Leitfaden für die Legistik und die jüngst erschienene Arbeitshilfe für Gender Budgeting in der Verwaltung.

 

EU Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008 - Herausforderung für die Mitgliedstaaten

Die Europäische Kommission würdigt den Anstieg der Frauenerwerbsquote und das steigende Bildungsniveau von Frauen in dem jüngst erschienen Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008. Doch im gleichen Atemzug wird deutlich herausgestellt, dass nicht nur weiter an der quantitativen Verbesserung der Beschäftigung von Frauen gearbeitet werden muss, sondern gerade auch im Bezug auf die Qualität der Arbeitsplätze sowie die Bezahlung Handlungsbedarf besteht... weiter
 

Studie zum Arbeitszeitdilemma von Müttern, Vätern und Pflegenden

Eine neue Studie des WSI beleuchtet das Arbeitszeitdilemma von Eltern und Frauen und Männern mit Pflegeverpflichtungen: Trotz familiärer Verpflichtungen Vollzeit erwerbstätig zu sein, bedroht sie selbst und die Familie mit Zeitnot, und Teilzeiterwerbstätigkeit ist meist mit Karriereverzicht verbunden. Als Lösung wird ein Konzept für „Arbeitszeiten im geschlechtergerechten Zweiverdienermodell” vorgeschlagen... weiter

 

„Ein Blick zurück nach vorn“ – zur Aktualität von Gleichstellung

Wo steht aktuelle Gleichstellungspolitik? Dieser Frage gehen Susanne Baer und Sandra Smykalla und in einem jüngst erschienen Artikel in der Zeitschrift „Betrifft Mädchen“ nach. In einem kursorischen Rückblick werden politische Entwicklungen und Erfahrungen mit der Durchsetzung von Gender Mainstreaming in Deutschland, insbesondere auf der Bundesebene untersucht. Damit verbunden ist ein „Blick nach vorn“ auf politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen von Gleichstellungspolitik heute.

Sandra Smykalla/Susanne Baer: „Ein Blick zurück nach vorn, oder: Warum Gleichberechtigung und Feminismus immer noch aktuell sind“ In: Betrifft Mädchen. Rückenwind oder Gegenwind? - Gender Mainstreaming, 21 (2008) 1, S. 4-10.
 

Widerstände gegen Gleichstellungspolitik

Die Umsetzung von Gender Mainstreaming hat gezeigt, dass Maßnahmen auf unterschiedliche Akzeptanz, Vorbehalte und auch auf Widerstände stoßen. In ihrer Master Arbeit geht Philine Erfurt Äußerungsformen und Ursachen von Widerständen gegen Gleichstellungspolitik nach. Sie zeigt, dass die Implementierung von Gleichstellungspolitik nicht nur ein administrativer Prozess ist, sondern auch eine kulturelle und persönliche Dimension hat. Gerade deshalb müssen auch die Dynamiken auf der Mikroebene, d.h. in den alltäglichen und zwischenmenschlichen Aushandlungen, in Betracht gezogen werden, um Widerstände aufzudecken und Strategien der Akzeptanzsicherung zu entwickeln.
Philine Erfurt ist seit 2005 studentische Mitarbeiterin am GenderKompetenzZentrum. Im Jahr 2006/07 absolvierte sie einen Master in Gender Studies an der University of Sussex (UK). Einblicke in praxisorientierte Teile der Arbeit finden Sie hier.

Philine Erfurt (2007): Changing Organisations towards Gender Equality: Exploring the Micropolitics of Resistance Against Gender Policy Implementations, University of Sussex, (unveröffentlichtes Manuskript).
 

Gender in den Medien – Strategien der Inszenierung

In einer Mediendiskursanalyse (Mai 2006 bis Februar 2007) untersuchen Christiane Krämer und Sandra Smykalla mediale Inszenierungen von Gleichstellungspolitik, Gender Mainstreaming und Gender. Mittels eines dekonstruktiven Gegenlesens werden zentrale Diskursformationen wie die Anrufung der 'natürlichen' Ordnung, die Manifestation traditioneller Rollen in Familie und Arbeit sowie die politische Regulierung von 'Geschlecht als Privatsache' herausgearbeitet. Die Autorinnen folgen dabei der Annahme, dass die Abwertung von Gleichstellungspolitik und von einer Pluralisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse als ein paradoxer Effekt des Erfolges von politischer Praxis gedeutet werden kann.

Krämer, Christiane/Smykalla, Sandra (2007): Diskursformationen der Abwertung von Gleichstellungspolitik und Gender in den Medien – Paradoxe Effekte des Erfolges? In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, 25 (2007) 2, S. 17-27.

 

Gleichstellungsorientierte Politik mit Gender Budgeting!

Das Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) hat Schlussfolgerungen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zur Europäischen Fachkonferenz 'Die Verteilung macht’s – Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit durch geschlechtersensible Haushalte' veröffentlicht. Bekräftigt wird damit die europäische Bedeutung von Gleichstellung als Querschnittsaufgabe und die Chance für Deutschland, über gleichstellungsorientierte Wirkungsanalysen den Bundeshaushalt effizienter und gerechter zu gestalten – vorausgesetzt die Leitungen der Ressorts übernehmen Verantwortung und das Parlament zeigt politischen Willen. Lesen Sie hier mehr zum Thema Gender Budgeting.

 

Machbarkeitsstudie Gender Budgeting auf Bundesebene

Das BMFSFJ legte am 2.10.2007 die Machbarkeitsstudie Gender Budgeting auf Bundesebene vor.
Die Studie beschäftigt sich mit der Erarbeitung konkreter Handlungsvorschläge zur Einführung von Gender Budgeting in der Bundesverwaltung. Sie umfasst eine Definition des Begriffs Gender Budgeting und informiert über den Stand der Einführung von Gender Budgeting in den Bundesministerien.
Die Bundesregierung kommt zu dem Ergebnis, dass es in grundsätzlichen Fragen zu dem Thema noch Klärungsbedarf gibt.

 

Gender Mainstreaming in Estland

"Umsetzungsbedingungen für eine europäische Gleichstellungsstrategie im post-kommunistischen Kontext: Gender Mainstreaming in Estland" werden in der online abrufbaren Dissertation von Mara Kuhl analysiert.
Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel von Gender Mainstreaming in Estland zu zeigen, wie die Konzepte aus der EU in den neuen Beitrittsländern aufgegriffen und ihre Umsetzung gestaltet wird.
Neben den länder- und verwaltungsspezifischen Informationen zu Estland und zur "Gender Policy Machinery" erarbeitet Kuhl ein Analyseraster für Querschnittsaufgaben, welches Erkenntnisse der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung und der Verwaltungswissenschaften zusammenführen soll.

Mara Kuhl war von 2001 bis 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der wissenschaftlichen Begleitung der Bundesregierung zur Einführung von Gender Mainstreaming an der Humboldt- Universität zu Berlin.

 

Neueste Daten zur Situation von Migrantinnen und Migranten in Deutschland

Das BMFSFJ veröffentlicht die Sinius-Milieu-Studie „Lebenswelten von Migranten“. Die qualitative Untersuchung zeigt, dass die Zugehörigkeit zu einem sozialem Milieu die Alltagskultur mehr beeinflusst, als die ethnische Herkunft oder die Zugehörigkeit zu einer Religion.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie. Weitere Informationen zu der Studie finden Sie auf der Homepage von Sinus Sociovision.

 

Studie zu „Gender Budgeting in 5 Forschungsprogrammen“ aus Österreich erschienen

Was kann Gender Budgeting bei der Forschungsvergabe bewirken? Zentrales Ergebnis der vom Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) beauftragten Studie ist, dass Forschungsprogramme, die verbindliche Zielquoten und qualitative Vorgaben für Gleichstellung und zur Beachtung von Gender als inhaltlichem Aspekt in der Ausschreibung enthalten, eine positivere Wirkung auf Gleichstellung haben. Der Inhalt der Studie umfasst eine Ist-Analyse und deren gleichstellungsorientierte Bewertung. Es wurden quantitative Wirkungen der Programme auf der Personalebene (Ressourcenverteilung) und qualitative Wirkungen der Programme auf der Ebene der Forschungsinhalte und der Ergebnisse untersucht. Die Studie, die vom genderbüro Berlin durchgeführt wurde, enthält konkrete Empfehlungen, wie die Gleichstellungsorientierung mit Verfahren des Gender Budgeting in der österreichischen Forschungsförderung weiter durchgesetzt werden kann. Hier finden Sie eine Kurzfassung der Studie.

 

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Letzte Aktualisierung 05.05.2008
 
 
Lehrstuhl Prof. Dr. S. Baer LL.M.
 
 

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